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Helfen mit „Kleinfinger-Projekten“

Alzheimer-Gesellschaft Helfen mit „Kleinfinger-Projekten“

Die Alzheimer-Gesellschaft Kiel hilft Betroffenen und sucht immer ehrenamtliche Mitarbeiter. Es gibt allen Grund dazu: Der Verein feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

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Angebote wie die der Alzheimer-Gesellschaft helfen Demenzkranken und ihren Angehörigen, sich mit der neuen Situation vertraut zu machen.

Quelle: hfr

Kiel. Alt werden ist schön – wenn man gesund dabei bleibt. Diesen Satz möchte wohl ein jeder gerne unterschreiben. Doch insbesondere die Furcht vor Alzheimer ist groß, die Angst, sich eines Tages selbst eingestehen zu müssen, dass man mehr und mehr vergisst. Betroffene sind mit dieser Feststellung oftmals überfordert, lassen räumliche und zeitliche Orientierung schließlich nach und werden das eigene Verhalten und Empfinden immer unsicherer. Angebote wie die der Alzheimer-Gesellschaft helfen Demenzkranken und ihren Angehörigen, sich mit der neuen Situation vertraut zu machen.

Die Aktivitäten des Vereins sind bereits vielfältig – und es gibt noch viele Ideen, die sich umsetzen ließen. Da der Vorstand und das bestehende Team der Alzheimer-Gesellschaft das jedoch nicht alleine schaffen, sucht die Gesellschaft nun nach weiteren ehrenamtlichen Mitstreitern. Langfristig verdingen muss sich niemand, sagt Monika Reißlandt, Beisitzerin im Vorstand und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. „Bei uns gilt: Geben Sie uns Ihren kleinen Finger, und Sie behalten Ihre Hand“, betont sie. Entsprechend ist der Aufruf auch mit „Kleinfinger-Projekte“ überschrieben.

Patenschaft sind ein guter Weg sich zu engagieren

Wer sich engagieren will, kann beispielsweise eine Patenschaft für einen alleinstehenden Menschen mit Demenz übernehmen. Aber man kann sich auch in der Gruppe mit Betroffenen beschäftigen, zwischenmenschliche Begegnungen ermöglichen oder nach eigenem Vermögen kleine Hilfen im Alltag anbieten. Wer Lust hat, in den Räumen der Gesellschaft in der Gneisenaustraße oder andernorts Tanzkurse, Ausstellungen oder Filmvorführungen für Demenzkranke anzubieten, ist willkommen. Auch der Aufbau eines Fahrdienstes, die Überarbeitung des Internetauftritts der Gesellschaft oder die Neuanlage eines Gartens für alle Sinne könnten zum Inhalt eines der besagten „Kleinfinger-Projekte“ werden. Wie das Wort Projekt schon nahelegt, kann die Aufgabe eine sehr eng umrissene sein. Der Vorstand der Alzheimer-Gesellschaft ist gespannt, welche Ideen diejenigen mitbringen, die sich tatkräftig einbringen möchten.

In diesem Jahr feiert die Alzheimer-Gesellschaft in der Landeshauptstadt ihr 20-jähriges Bestehen. Der runde Geburtstag soll am 21. September gefeiert werden, kündigt Reißlandt an. Bremens früherer Bürgermeister Henning Scherf wird dann einen Festvortrag halten. Der frühere SPD-Politiker lebt bereits seit Ende der 80er-Jahre in einer Alten-Wohngemeinschaft und empfiehlt das Zusammenleben mit anderen Senioren auch Demenzkranken.

Kontakt

Alzheimer-Gesellschaft, Tel. 0431/7055191, Gneisenaustraße 2, Sprechzeiten: Mo und Fr 9-12 Uhr.

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