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Einfach singen – ganz ohne Kritik

Anita Wiegand Einfach singen – ganz ohne Kritik

Ungeschminkt, im bequemen Outfit sitzt Anita Wiegand in der Küche und albert entspannt herum. Noch vor kurzem stand sie gestylt und in glamouröser Robe auf der Bühne der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS).

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Anita Wiegand (Mitte) wieder im Kreise ihrer Familie: Tante Marianne Lorr, Vater Siegfried Weiß, Mutter Manuela Wiegand und Cousine Serafine Lorr (v.li.). Inzwischen lacht sie über die Schlagzeilen des Boulevards

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Der große Sieg blieb aus, aber sie schaffte es immerhin auf Platz 5. Nach einer kurzen Tournee ist die 17-Jährige jetzt wieder bei ihrer Familie in Kiel. „Die Erfahrung war es wert, aber es ist schade, dass ich nicht gewonnen habe, weil das ja mein großer Traum war“, erzählt Anita. Nach der Show kam dann die gemeinsame Tournee: Bundesweit traten die Kandidaten in 13 Städten in zwei Wochen auf. „Jeden Tag auf der Bühne, da konnte ich viel Erfahrung sammeln. Und das schönste war: Einfach zu singen, ohne Kritik zu bekommen“, beschreibt sie. Eins hat sie dabei auch festgestellt: „Vor wenigen Zuhörern bin ich nervöser als vor vielen“. Wichtig war ihr während der ganzen Zeit die Nähe zu den anderen Kandidaten. Noch immer hat sie Kontakt zu ihnen.

Das Leben in Gaarden

Wie ist es, wieder im Kreise der Lieben zu sein – einer Gemeinschaft von 18 Sinti-Familien, die in einer Siedlung am Rande von Gaarden lebt? „Ich hatte die ganze Zeit einen festen Tagesablauf, nun habe ich nichts zu tun“, seufzt sie. Dabei heißt es jetzt erst einmal aufatmen und entspannen, denn ein halbes Jahr Aufregung und Arbeit liegt hinter ihr. In dieser Zeit konnte sie ihr Talent nicht nur der Jury mit Dieter Bohlen, Shooting-Star Vanessa Mai, Schlagersängerin Michelle sowie Scooter-Frontmann H.P. Baxxter zeigen. Vor einem Millionen-Publikum konnte sie beweisen, welch soulige Stimme in dem zierlichen Mädchen steckt.

Erste Anfragen - und die Qual der Wahl

„Ich habe schon einige Anfrage von Leuten bekommen, die meine Manager sein wollen. Auch ein Filmangebot ist dabei“, erzählt sie. Die sprichwörtliche Qual der Wahl. Zum einen, weil sie nicht wirklich weiß, was und wer gut für sie ist, sagt sie. Und es gibt noch den Vertrag mit dem „DSDS“-Manager, der bis August läuft; weitere Gespräche stehen noch an. Anita hat beschlossen, alles zu versuchen und alles mitzumachen, „aber ich werde mich dabei nicht verbiegen lassen“, betont sie.

Unterstützung erhält sie von ihrer Familie. Ihre Eltern, Manuela Wiegand und Siegfried Weiß, sind sehr stolz auf sie. „Das war so aufregend, mein kleines Mädchen auf der großen Bühne zu sehen“, schwärmt die Mutter. Und der Papa wird häufig auf seinen aus dem Fernsehen bekannten Spross angesprochen: „Sind sie nicht der Vater von dem Superstar?“, hört er oft.

Inzwischen lacht sie über die Boulevard-Schlagzeilen

Und einer, der erst geheim bleiben sollte und wollte, dann aber ins Visier einer großen Boulevard-Zeitung gelangte, ist Anitas Freund: Giovanni Czory. Der 21-Jährige gehört zu der sehr großen Sinti-Familie. Das Blatt titelte deshalb, dass Anita mit einem Verwandten zusammen sei. Damals waren die beiden empört, heute können sie darüber lachen und konzentrieren sich mehr auf Anitas Karriere. „Ich habe ihr damals gesagt, dass sie da hinfahren und mitmachen soll“, sagt Giovanni Czory. „Ich stehe voll und ganz hinter ihr.“

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