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Anklage fordert Haft nach Rocker-Schlägerei

Prozess in Kiel Anklage fordert Haft nach Rocker-Schlägerei

Rund drei Monate nach Prozessbeginn hat der Staatsanwalt für eine Rocker-Schlägerei in Neumünster mehrmonatige Haft- und Bewährungsstrafen gefordert. Die den inzwischen verbotenen Bandidos zugerechneten drei Angeklagten seien der gefährlichen Körperverletzung schuldig, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Ostrowski am Dienstag vor dem Kieler Landgericht.

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Rund drei Monate nach Prozessbeginn hat der Staatsanwalt für eine Rocker-Schlägerei in Neumünster mehrmonatige Haft- und Bewährungsstrafen gefordert.

Quelle: Arne Dedert/ dpa

Kiel. Laut Anklage schlugen die Männer am 8. Dezember 2009 einen Dart-Spieler in einem Lokal brutal zusammen. Sie rechneten das damals 45-jährige Opfer den verfeindeten und mittlerweile ebenfalls verbotenen Hells Angels zu. Der Mann leidet noch immer unter schweren Sehstörungen. Er ist in dem Verfahren Nebenkläger. Als Schmerzensgeld für ihn soll jeder der Angeklagten 3000 Euro zahlen, beantragte Ostrowski.

Auf der Anklagebank sitzt auch der frühere NPD-Landesvorsitzende Peter B. (41). Für ihn und einen weiteren Mitangeklagten, der sich völlig aus der Szene gelöst haben soll, hielt der Staatsanwalt eine Bewährungsstrafe von 15 beziehungsweise 14 Monaten für ausreichend. Der dritte Angeklagte sei dagegen trotz vieler Verurteilungen unbelehrbar. Er solle deshalb die beantragte Haftstrafe von 14 Monaten voll verbüßen. Die Tat ereignete sich während des damaligen sogenannten Rocker-Krieges zwischen Bandidos und Hells Angels. Die Verteidiger sollen am 8. Juni plädieren. Ob das Urteil am selben Tag fällt, ist noch offen.

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