23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Auf Hof Hammer leben jetzt junge Flüchtlinge

Internatsgebäude Auf Hof Hammer leben jetzt junge Flüchtlinge

Während das inklusive Wohnquartier Hof Hammer immer noch in der Warteschleife hängt, tut sich auf dem Areal in anderer Hinsicht Neues. In den drei Internatsgebäuden auf dem Gelände sind seit einiger Zeit unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht.

Voriger Artikel
Spundwand schadhaft, Uferkante gesperrt
Nächster Artikel
Weichen für Investorenpläne gestellt

Hinter dem Herrenhaus von Hof Hammer befinden sich die Internatsgebäude, in denen jetzt jugendliche Flüchtlinge untergebracht sind.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Nach Angaben des städtischen Jugendamtes handelt es sich um 38 überwiegend männliche 15- bis 18-Jährige, die ohne Eltern und andere Erziehungsberechtigte nach Deutschland gekommen sind. Sie stammen aus Afghanistan und Syrien, aber auch aus dem Irak und Marokko. Wie das Amt dem Ortsbeirat weiter mitteilt, werden die Jugendlichen 24 Stunden am Tag betreut und erhalten täglich Deutschunterricht. Ziel sei es, sie so schnell wie möglich in die örtlichen Schulen zu integrieren.

 Wie aus dem Brief ebenfalls hervorgeht, steht das Jugendamt in engem Kontakt mit der Polizei, die „keine Gefährdungslage“ feststellen könne. Ortsbeiratsvorsitzender Winfried Jöhnk (SPD) hat außerdem erfahren, dass die Stadt im Moment nicht anstrebt, weitere Asylbewerber auf Hof Hammer unterzubringen. Zwar wurde offenbar daran gedacht, dort auch Container aufzustellen, doch diese Überlegungen seien vom Tisch.

 Für die jetzt in Hammer wohnenden Jugendlichen ist durchaus Hilfe willkommen. Materielles ist allerdings weniger gefragt, heißt es seitens des Jugendamtes. Erwünscht seien Freizeitangebote oder individuelle Unterstützungen beim Erlernen der deutschen Sprache. SPD-Ortsbeirätin Astrid Leßmann kritisierte, dass diese Information reichlich spät komme. Hätte man früher von den jugendlichen Flüchtlingen erfahren, wäre es auch früher möglich gewesen, entsprechende Angebote zu organisieren, meinte sie.

 Alles andere als früh dran sind die Beteiligten unterdessen mit den Vorbereitungen fürs inklusive Wohnquartier Hof Hammer. Bis zu 120 Wohneinheiten für Menschen jegliche Alters sowie mit und ohne Behinderungen sollen in dem Gebiet an der Eider geschaffen werden. Den Zuschlag für das Projekt hatte schon vor fast zwei Jahren der Rendsburger Investor Michael Demandt erhalten, für Mitte 2015 war ursprünglich der Baubeginn angestrebt. Damit ist es offenkundig nichts geworden.

 Wie Demandt auf Nachfrage sagte, läuft derzeit die Ausarbeitung des Bebauungsplans für Hof Hammer. Abgeschlossen sein werde das Verfahren wohl in ungefähr einem Jahr, schätzt er. Der Vertrag mit der Stadt Kiel soll laut Demandt erst dann abgeschlossen werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3