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Stadt will Schandfleck beseitigen

Aufgang zum Holstentörn Stadt will Schandfleck beseitigen

Seit Jahren ist der Aufgang zum Holstentörn ein Schandfleck in der Kieler Innenstadt. Vor Monaten schon hat die Stadt eine der drei Rolltreppen abgestellt, weil sie nicht mehr als betriebssicher gilt. Jetzt will die Stadt ein Konzept, wie die Ecke schöner gemacht werden kann.

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Wenig einladend sieht es unter den Rolltreppen aus.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Rund um das Aufstiegsbauwerk, zu dem auch ein Fahrstuhl gehört, ist es zugig, eng und schmuddelig. Der Zugang zu der defekten Rolltreppe ist mit einem Flatterband abgesperrt. Doch seitdem hat sich nichts getan. Jetzt hat die CDU-Fraktion einen Antrag in die Ratsversammlung eingebracht, in dem sie fordert, dass der Oberbürgermeister mit den relevanten Akteuren bis spätestens zur Sitzung des Bauausschusses im September ein Konzept zur Attraktivierung des Aufgangs erarbeiten möge.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf. Als alter Kieler sieht man nicht mehr, wie wenig einladend der Bereich ist. Besuchern fällt das sofort auf“, sagte Ratsfrau Sigrid Schröter (CDU) in der Begründung. Der Aufgang vom Holstenplatz und vom Ziegelteich sowie das unmittelbare Umfeld „sind in die Jahre gekommen“ und bedürfen einer Aufwertung. Das gelte insbesondere, wenn die Defekte an den Rolltreppen zunehmen sollten. „Schließlich ist der Holstentörn das Eingangstor zum Sophienhof und damit eine Visitenkarte Kiels“, heißt es in dem CDU-Papier, das in der Ratsversammlung breite Zustimmung fand und einstimmig beschlossen wurde.

Konzept spätestens im September

Auch die Stadt, die Eigentümerin des Aufstiegsbauwerkes ist, sieht einen „hohen Grad an Unansehnlichkeit erreicht“, so Bürgermeister Peter Todeskino. „Der Antrag ist alternativlos, die Finanzierung ist allerdings das Problem. Aber es wird ein Konzept bis September geben.“ Repariere man nur die Rolltreppe, koste das etwa 600000 Euro. Nehme man noch die Treppe hinzu, beliefen sich die Kosten schon auf eine Million Euro. „Wenn der Gesamtzugang neu gemacht wird, ist mit einer Summe von zwei Millionen Euro zu rechnen“, so der Bürgermeister. Was genau die Stadt machen will, wird demnächst erarbeitet. Todeskino merkte an, dass Tunnel oder Brückenbauwerke als Zugänge nicht mehr dem aktuellen Stand entsprächen. Heute baue man eher ebenerdig. Wie die Besucher aber so in den Holstentörn kommen sollen, blieb unklar. 

Insgesamt ist die Verwaltung nach wie vor der Meinung, dass trotz der nicht betriebsfähigen Fahrtreppe Besucher ausreichend Gelegenheiten hätten, von der Holstenstraße in den Sophienhof zu gelangen: Die beiden funktionierenden Fahrtreppen samt Aufzug und Treppe reichten aus, den Verkehrsstrom flüssig zu halten, so ein Sprecher.

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