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Autofahrer müssen sich umgewöhnen

Ausbau der Veloroute Autofahrer müssen sich umgewöhnen

Königsweg, Gablenzbrücke und Hummelwiese: An diesen zentralen Punkten der Stadt wird sich die Verkehrsführung markant ändern. Die Planungen, die mit dem Ausbau der Veloroute 12 zusammenhängen, stellte Martin Klein, Mitarbeiter des Tiefbauamtes, den Mitgliedern des Ortsbeirates Mitte vor.

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Die Veloroute 12 verläuft vom Schlossgarten über den Exerzierplatz bis zum Rondeel, eine Strecke von insgesamt 2,8 Kilometern.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die Veloroute 12 verläuft vom Schlossgarten über den Exerzierplatz bis zum Rondeel, eine Strecke von insgesamt 2,8 Kilometern. Jetzt soll sie entlang des Königswegs zwischen Hummelwiese und Rondeel fertiggestellt werden. Um das sichere Fahrradfahren hier zu ermöglichen, plant die Stadt, den motorisierten Verkehr auf dem Königsweg deutlich zu reduzieren.

„Der Bau dieses Abschnitts der Veloroute hängt eng mit dem Luftreinhalteplan Bahnhofstraße zusammen“, erläuterte Klein. Messungen der vergangenen Jahre hätten ergeben, dass die Schwefeldioxidwerte hier oft den zulässigen Grenzwert überschreiten. Die Stadt versucht daher, den Schwerlastverkehr gerade in den kleinen Straßen der Innenstadt zu reduzieren. Zu diesem Zweck soll es für Autofahrer in Zukunft möglich sein, von der Gablenzbrücke kommend nach links auf das Sophienblatt abzubiegen. Derzeit fahren viele Autofahrer an der Ampel geradeaus in die Hummelwiese, um auf den Königsweg einzubiegen und in südwestliche Richtung weiterzufahren. Andere wenden in der Hummelwiese lediglich, um direkt auf das Sophienblatt stadtauswärts einbiegen zu können.

„Das wird in Zukunft nicht mehr möglich sein“, sagt Martin Klein. Denn für die Hummelwiese soll ein Durchfahrtsverbot gelten. Das bedeutet, dass Autofahrer noch vom Sophienblatt in die Hummelwiese einbiegen können, nicht aber von hier auf das Sophienblatt kommen. Wer einen Parkplatz sucht, kann die Hummelwiese aber weiterhin in beide Richtungen befahren. Die Sachaustraße bleibt auch in Zukunft eine Einbahnstraße. Laut den Plänen der Stadt soll dieser Bereich in eine verkehrsberuhigte Zone umgebaut werden, um einen sicheren und angenehmen Radverkehr zu ermöglichen. Dafür plant die Stadt, die Fahrbahn mit glatten Betonplatten zu pflastern, den Gehweg zu erneuern, einen Radweg zu bauen und außerdem Parkstreifen an beiden Straßenseiten einzurichten.

Im westlichen Teil des Königswegs soll im Zuge des Ausbaus der Veloroute 12 ein Radschutzstreifen eingerichtet werden, eine unterbrochene Linie am Fahrbahnrand. „Der Schutzstreifen ermöglicht Radfahrern ein sicheres Fahren. Er darf von Autofahrern in Ausnahmefällen überfahren werden, außerdem dürfen Fahrzeuge zum Be- und Entladen darauf halten“, erläuterte Klein. Am Fahrbahnrand des Königswegs soll außerdem ein Parkstreifen eingerichtet und der Gehweg erneuert werden. Laut städtischer Planung soll es in Zukunft außerdem nicht mehr möglich sein, am Rondeel links auf das Sophienblatt einzubiegen.

Auch auf dem Sophienblatt sehen die Pläne vor, stadtauswärts an beiden Seiten einen gepflasterten Radweg zu bauen. In beide Richtungen sollen die Fahrbahnen schmaler und durch einen begrünten Mittelstreifen getrennt werden. „Wir hoffen, dass wir mit diesen Bedingungen auch mehr Schüler des RBZ dazu animieren, mit dem Fahrrad zu fahren“, erläuterte Martin Klein. Er reagiert damit auf Kritik aus dem Ortsbeirat Mitte. Mitglieder äußerten die Befürchtung, dass sich die Parkplatzsituation durch die Baumaßnahmen verschlechtern könnte. „Die Gesamtanzahl der Parkplätze wird sich nach bisherigen Schätzungen nicht erheblich verändern“, so Klein.

Eine Fertigstellung des neuen Verkehrskonzeptes ist bis 2019 geplant. Die Stadt schätzt die Gesamtkosten auf rund 3,4 Millionen Euro.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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