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Verdienstkreuz für Geomar-Direktor Herzig

Auszeichnung Verdienstkreuz für Geomar-Direktor Herzig

Noch hat Prof. Peter Herzig, Direktor des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung, die hohe Auszeichnung noch nicht in Händen. Doch am Dienstag vermeldete die Landesregierung, dass der 61-Jährige am Donnerstag mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wird.

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Peter Herzig freut sich über die Auszeichnung durch das Bundesverdienstkreuz. Es sei eine große Ehre für ihn.

Quelle: Geomar

Kiel. Bundespräsident Joachim Gauck, den Herzig 2013 zu einem Besuch bei Geomar begrüßen konnte, wird ihm den Orden am Donnerstag in Schloss Bellevue in Berlin verleihen. Zum Tag der Deutschen Einheit hat der Bundespräsident 32 Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland eingeladen.

 Eine große Ehre sei das, meint Herzig. In der Auszeichnung sieht er eine Anerkennung für sein Lebenswerk und für die Beiträge von Geomar für die Meeresforschung als Zukunftsforschung: Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung von jetzt 7,5 Milliarden auf etwa zehn Milliarden im Jahr 2050 werden die Meere, die 70 Prozent der Erde ausmachten, für das Überleben eine Schlüsselrolle spielen, ist er überzeugt. Ob Ernährung, Rohstoffversorgung oder Energiegewinnung – der Bedarf werde enorm wachsen. „Es ist wichtig, dabei die Balance zu halten zwischen wirtschaftlichem Nutzen und Schutz der Ozeane“, mahnt er.

 Als der Rohstoffgeologe 2003 nach Kiel kam, hatte er sich bereits international als Meeresforscher einen guten Ruf erworben. Nach seinem Studium in Aachen und längeren Auslandsaufenthalten in Kanada und Großbritannien forschte er vor seinem Wechsel an die Förde an der Bergakademie Freiberg. In Kiel übernahm er die Leitung des neuen Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften, das nach dem Zusammenschluss von zwei kleineren Instituten (IFM-Geomar) entstanden war. Es sei danach gelungen, Geomar als führendes Meeresforschungszentrum auszubauen und international wahrnehmbar zu machen, sagt Herzig. Stehe der geplante, etwa 90 Millionen Euro teure Erweiterungsbau wie erwartet im Jahr 2019, dann habe Kiel flächenmäßig den größten Meeresforschungsstandort in Europa.

 2012 wurde Geomar in die Helmholtz-Gemeinschaft aufgenommen. Heute hat das Zentrum 900 Mitarbeiter und verfügt über einen Jahresetat von 70 Millionen Euro. Erst kürzlich belegte Geomar einen Spitzenplatz bei der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Und vergangene Woche bekam Prof. Mojib Latif Deutschlands wichtigsten Umweltpreis für seine Klimaforschungen am Geomar. Herzig, würdigt die Landesregierung, habe mit seinem Wirken bedeutende Impulse für die Meeresforschung gesetzt und zur Lösung wichtiger und gesellschaftlich relevanter Fragestellungen beigetragen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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