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Zweieinhalb Jahre Haft gefordert

Autobrände in Mettenhof Zweieinhalb Jahre Haft gefordert

Ein Dutzend Pkw waren kurz vor Weihnachten 2014 im Roskilder Weg in Mettenhof in Flammen aufgegangen. Im Prozess gegen den mutmaßlichen Auftraggeber der Brandstiftung hat Oberstaatsanwalt Alexander Ostrowski am Donnerstag zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe für den 68-jährigen Angeklagten gefordert.

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Im Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Autobrände in Mettenhof vom Dezember 2014 hat die Anklage zweieinhalb Jahre Haft gefordert.

Quelle: Olaf Malzahn

Kiel. Nach achtwöchiger Beweisaufnahme vor dem Kieler Landgericht stehe fest: Der gesundheitlich stark angeschlagene Angeklagte, dessen eingeschränkte Verhandlungsfähigkeit nur kurze Sitzungen zuließ, habe als Einziger ein Motiv für die Zerstörung der Fahrzeuge gehabt. Für seinen ebenfalls ausgebrannten Pkw habe ihm die Versicherung 3050 Euro ausgezahlt.

Der Serienbrand sollte den Versicherungsbetrug vertuschen und die Tat als puren Vandalismus erscheinen lassen, so der Vorwurf. Tatsächlich hatte der geständige und bereits verurteilte Brandstifter (28), ein Bekannter des Angeklagten, schon zwei Monate vorher in Dietrichsdorf sieben Fahrzeuge aus Zerstörungslust und Langeweile angezündet.

Im Prozess belastete der 28-Jährige den Älteren als Auftraggeber. Doch dieser schweigt zu den Vorwürfen, weist sie pauschal zurück. Die Verteidigung dürfte bezweifeln, dass man den von einem leidenschaftlichen Zündler in Gang gesetzten Mettenhofer Autobrand-Exzess in vollem Umfang dem Angeklagten zurechnen kann. Rechtsanwalt Hans-Joachim Liebe hat bereits ein längeres Plädoyer angekündigt. Bis zum Urteil könnte es möglicherweise Anfang Mai werden.

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