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Es fehlt die Sicherheit

Awo-Häuser Es fehlt die Sicherheit

Langfristige finanzielle Planungssicherheit über drei, besser noch fünf Jahre wünscht sich Jens Lankuttis. Doch die gibt es für den Leiter des Awo-Kinder- und Jugendbauernhofes in Mettenhof – nach seiner Aussage – nicht mehr. Der Grund sind die Ende 2014 ausgelaufenen Zuwendungsverträge mit der Stadt. Seitdem herrscht Unsicherheit bei den Metternhofern.

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Ein buntes Ferienprogramm bietet das Team auf dem Awo-Kinder- und Jugendbauernhof in Mettenhof an.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. „Einen Bewilligungsbescheid für das Jahr 2016 haben wir erhalten. Und danach müsse neu geguckt werden“, erklärte Lankuttis im Ortsbeirat Mettenhof. In dem Gremium schilderte er das Dilemma, in dem nicht nur der Mettenhofer Bauernhof, sondern insgesamt vier freizeitpädagogische Einrichtungen des Awo-Kreisverbandes in Kiel stecken. Gemeinsam für die Räucherei, das Alte Volksbad, den Mädchen- und Frauentreff und eben den Bauernhof wurde einst ein Drei-Jahres-Vertrag mit der Stadt ausgehandelt, der Ende 2014 auslief. „Seitdem haben wir Schwierigkeiten, langfristig Projekte zu planen. Wer weiß, ob es uns oder unsere Mitarbeiter – sechs Pädagogen, drei Bufdis (Bundesfreiwilligendienstleistende, d. Red.) und unseren Hausmeister – in der Zahl in den nächsten Jahren noch geben wird“, sagte Lankuttis, der nur für seine Einrichtung sprechen mochte. „Das ist für alle unbefriedigend.“

Ein Vertreter des Awo-Kreisverbands war nicht anwesend. Auch die Stadt Kiel mochte sich im Ortsbeirat nicht öffentlich zum schwebenden Verfahren äußern. Dennoch ist für den Ortsbeirat der Fall klar – und das einstimmig über alle Fraktionen hinweg: „So kann es nicht weitergehen.“

Die Stadt möge "endlich mal in die Pötte kommen"

Hintergrund der schleichenden Verhandlungen mit der Stadt sei eine Neu-Erarbeitung der Zuwendungsrichtlinien für freiwillige Leistungen der Stadt nach geltendem EU-Recht. Kein einfaches Unterfangen. „Aber das kann doch nicht so lange dauern“, ärgerte sich Dirk Schrödter (CDU). Als „unmöglich“ wurde die Vorgehensweise der Stadt bezeichnet, „Dinge im vorauseilendem Gehorsam zu verändern, aber gar nicht zu wissen, wie man sie ändern will“, hieß es von Seiten der SPD. Auch dass der Ortsbeirat nicht miteinbezogen wurde, stieß allen bitter auf.

Gemeinsam verfasste das Gremium daher dann auch einen Antrag an die Stadt, bis zur Sommerpause endlich mal in die Pötte zu kommen, den Entwurf im Beirat vorzustellen und noch in diesem Jahr die Verhandlungen mit den Trägern aufzunehmen. „Damit die Unsicherheiten für die Einrichtungen endlich aufhören“, begründete der Ortsbeirat seine Forderung.

Ortsbeiratssitzung

Die Ortsbeiratssitzung im Mai fällt aufgrund der Terminlage zwischen den Feiertagen aus. Am Mittwoch, 8. Juni, trifft sich der Beirat wieder um 19.30 Uhr im Bürgerhaus.

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