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Eiderbad öffnet am 21. Mai

Badesaison Eiderbad öffnet am 21. Mai

Eine Traumsaison wird es gewiss nicht fürs Eiderbad, dennoch ist der Ortsbeirat zufrieden damit, wie es laufen soll. Weil Folie und Beton im großen Becken marode sind, wollen die Verantwortlichen das Beste daraus machen und das Bad dieses Jahr mehr als Freizeit- denn als Schwimmstätte nutzen.

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Am Mittwoch machten sich Günther Behm, Mirco Steen und Lars Timmermann von der Stiftung Drachensee daran, den Imbiss-Container im Eiderbad zu demontieren. Bis zur Eröffnung in einem Monat soll auf jeden Fall Ersatz da sein.

Quelle: Martin Geist

Russee/Hammer/Demühlen. Losgehen wird es genau in einem Monat, am 21. Mai. Dass die im vergangenen Jahr bei einer Routine-Begehung festgestellten Schäden zu einer „misslichen Situation“ geführt haben, steht für Betriebsleiter Bernd Huck außer Frage. Tröstlich immerhin ist aus seiner Sicht, dass das Planschbecken weiterhin zur Verfügung steht. Als Spiel- und Erholungsort für junge Familien, so glaubt der Mann von der Stiftung Drachensee, taugt das Bad in Hammer deshalb trotz der Probleme im großen Becken.

Die Öffnungszeiten

Geöffnet werden soll vom 21. Mai an jeden Mittwoch von 9 bis 19 Uhr und freitags bis sonntags von 12 bis 19 Uhr. In den Sommerferien sollen Gäste sogar täglich von 12 bis 19 Uhr willkommen sein. Huck kündigte an, dass man in Sachen Öffnungszeiten „sehr flexibel“ vorgehen werde. Sollte sich der Bedarf anders darstellen als das Angebot, will die Stiftung entsprechend reagieren. Die Eintrittspreise werden wegen des eingeschränkten Betriebs auf ein fast symbolisches Maß gesenkt. Kinder zahlen 50 Cent, Erwachsene einen Euro. Die ursprüngliche Idee, im Eiderbad regelmäßig Spielangebote für Kinder zu machen, lässt sich laut Huck indes schwer realisieren. Willkommen sind aber Vereine und andere Organisationen, die von sich aus etwas auf die Beine stellen wollen. Sie können sich bei Betriebsleiter Huck unter Tel. 0431/6484-150 oder E-Mail an huck@drachensee.de melden.

Wogen haben sich geglättet

Die alte Regel, wonach ein Ungemach selten allein kommt, scheint sich derweil auch im Eiderbad zu bestätigen. Nachdem aufgefallen war, dass der Boden des Imbisswagens federt wie ein Turnhallenboden, sahen sich die Stiftungshandwerker die Sache genauer an und stellten fest, dass der Wagen völlig hinüber ist. Schnellstmöglich soll das Vehikel entsorgt und Ersatz beschafft werden, versprach Bernd Huck dem Ortsbeirat.

Politisch haben sich die Wogen ums Eiderbad inzwischen geglättet. Nachdem besonders der Russeer CDU-Ratsherr Michael Frey immer wieder Zweifel daran geäußert hatte, wie ernst es der Mehrheit aus SPD, Grünen und SSW mit der Sanierung des Eiderbads ist, zeigte er sich nun zufrieden. Alle Parteien seien für den Erhalt des Eiderbads, auch der zuständige Stadtrat Gerwin Stöcken sei „guter Dinge“, dass sich die Sanierung mit Hilfe erhoffter Landeszuschüsse und von Eigenmitteln stemmen lässt.

Ob eine robuste, aber teure Edelstahl-Lösung oder wieder ein weniger lang haltbares Becken aus Beton und Folie kommt, das muss die Ratsversammlung noch entscheiden. Eine wichtige Grundlage dafür bildet ein Gutachten, das die Stadt derzeit erarbeiten lässt.

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Eiderbad Hammer
Foto: Für kleine Kinder ist das Eiderbad ein kleiner Traum. Am Mittwoch machte eine Gruppe der städtischen Kindertageseinrichtung in Russee einen Ausflug zum Planschbecken, das derzeit die einzige Badestelle in der Anlage ist.

„Die Politik hat ihre Hausaufgaben gemacht“, betonte CDU-Ratsherr Michael Frey im Ortsbeirat am Dienstagabend. Tatsächlich hat die Ratsversammlung im Juli den Weg für eine Sanierung des Eiderbades freigemacht. Ob die pünktlich zu Beginn der Saison 2017 abgeschlossen ist, bleibt jedoch fraglich.

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