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Kleiner-Kiel-Kanal bekommt grünes Licht

Bauausschuss Kleiner-Kiel-Kanal bekommt grünes Licht

Der umstrittene Kleine- Kiel-Kanal hat jetzt eine wichtige Hürde genommen. Der Bauausschuss gab mit der Mehrheit von SPD, Grünen und SSW grünes Licht für den Vorentwurf.

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Eine barrierefreie Brücke soll sich über den Kleinen-Kiel-Kanal spannen. Ob eine zweite Brücke gebaut wird, ist noch offen.

Quelle: Stadt Kiel

Kiel. Die Zustimmung im Rat am 16. Juli gilt damit als sicher. Wenn alles nach Plan läuft, könnte die Umgestaltung der Holstenbrücke im Frühjahr 2019 fertig sein. Baubeginn wäre im Oktober 2016.

 Dass nach über drei Jahren voller Ideen, aber auch lautstarker Kritik der Kleine-Kiel-Kanal immer mehr Rückenwind aus der Kaufmannschaft erfährt, freut Bürgermeister Peter Todeskino: Wie die Kaufleute ist auch er überzeugt, dass das 11,5 Millionen Euro teure Projekt samt zehn Prozent Sicherheitsreserve obendrauf weitere private Investitionen nach sich ziehen wird. Eine Aufwertung der Innenstadt hält er angesichts der vielen Leerstände für „bitter nötig“. Der Kleine-Kiel-Kanal sei das richtige Instrument dafür, argumentierte erneut die rot-grün-blaue Rathauskooperation. CDU und FDP prangerten dagegen die hohen Kosten an. Die Nachricht, dass die Wartung 40000 Euro statt wie bisher veranschlagt 100000 Euro im Jahr kostet, das Land die Maßnahme mit 75 Prozent fördert und die Holstenbrücke sowieso saniert werden müsse, änderte nichts an ihrer ablehnenden Haltung. Der Eigenanteil der Stadt beträgt zwei bis drei Millionen Euro.

 Der im Ausschuss präsentierte Vorentwurf band die drei wichtigsten Wünsche aus der Bürgerbeteiligung ein: „Grün, atmosphärisch und aktiv.“ Keine Betonwüste Holstenbrücke mehr: Es wird, versprach Landschaftsarchitekt Dirk Christiansen, verschiedene Vegetationsflächen geben, ebenso vereinzelte Bäume auf der West- und eine Baumreihe auf der Ostseite, Pflanzflächen mit Sitzgelegenheiten und Schilf im Kanal. Auch der Wunsch der Bürger nach mehr Atmosphäre und Aufenthaltsqualität fand seinen Niederschlag vor allem im sogenannten Boardwalk, ein speziell gefertigter maritimer Holzbelag. Er soll auf der Westseite der Holstenbrücke über Treppenstufen und kleine Balkone direkt zum Wasser hinführen. Zur Verbindung der beiden Ufer des 116 Meter langen Wasserbeckens wird es mindestens eine barrierefreie Brücke auf Höhe des Ahlmann-Hauses geben. Dem Wunsch nach Aktivität und vielfältiger Nutzung der Flächen wird laut Planer mit Spielflächen, Liegemöglichkeiten und einem Wasserplatz Rechnung getragen, der zwischen Holstenstraße und Bootshafen entsteht. Nachgedacht wird auch über Wasserspiele.

 Wie von Anfang an geplant, soll die Holstenbrücke vom motorisierten Individualverkehr freigehalten werden. Auf einer 6,50 Meter breiten Fahrbahn auf der Ostseite sollen künftig nur Busse, Taxen, Anlieferfahrzeuge und Radler mit maximal Tempo 20 den Kleinen-Kiel-Kanal passieren. Die Bushaltestellen Holstenbrücke werden in die Rathausstraße auf Höhe Rathausplatz und in den Martensdamm verlegt.

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Keine Annäherung der Positionen im Rat
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Beim Thema „Kleiner Kiel Kanal“ kommen die Fraktionen auf keinen gemeinsamen Nenner.

 Wie bereits in den Ausschüssen argumentierten CDU und FDP auch in der Ratsversammlung, die 440000 Euro für den nächsten Planungsschritt genehmigen sollte, gegen das auf insgesamt elf Millionen Euro geschätzte Projekt: Viel zu teuer, die Ecke zu zugig, die Probleme mit der Wasserqualität zu groß.

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