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Die Stadt kümmert sich

Baustellen Die Stadt kümmert sich

Von Schlossquartier, Kleiner Kiel-Kanal, Feuerwache bis hin zum Umbau des Areals rund um den Zentralen Omnibusbahnhof: Insgesamt 400 Millionen Euro werden bis 2020 in der Kieler Innenstadt verbuddelt. Die Stadt setzt jetzt auf eine Baustellen-Koordination und einen Ansprechpartner.

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Nur eines von vielen großen Bauprojekten in der Kieler Innenstadt: Der Abriss im Schlossquartier geht voran.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Die Investitionssumme beleuchtet schlagartig, wie stark sich das Zentrum der Stadt in den kommenden Jahren verwandelt. Bis die Innenstadt im neuen Glanz erstrahlen kann, werden Kaufleute, Kunden und Anwohner auf eine harte Geduldsprobe gestellt – durch den unvermeidlichen Baulärm, Baustellen, Teilsperrungen, Umleitungen und Wegfall von Parkplätzen.

 Schon vor Wochen suchten die Kaufleute das Gespräch mit der Stadt, da sie sich Sorgen um die Erreichbarkeit der Innenstadt machen und Umsatzeinbußen fürchten, wenn die Bagger anrollen und Kräne stehen. Die Baumaßnahmen begrüßten sie zwar im Grundsatz, sollen sie doch das erreichen, was sie seit vielen Jahren fordern: Kiels Innenstadt muss attraktiver werden, zum Bummeln und Einkaufen locken. Aber Bauzäune, Staub und Absperrungen werden zu Problemen führen. Die Notwendigkeit, eine Art Masterplan für die Baumaßnahmen zu entwerfen, hat Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) bereits vor Monaten erkannt und im Wirtschaftsausschuss wieder als oberstes Ziel formuliert, „die Erreichbarkeit für Kunden, Dienstleister, Anwohner und Eigentümer“ zu gewährleisten.

 „Kiels Innenstadt lebt!“ lautet der Spruch unter einem Baustellenschild auf der Grobplanung, die Todeskino den Ausschüssen jetzt vorstellt. Die Feinabstimmung, auch wie die künftige Verkehrsführung während der Bauphase aussehen soll, kündigte er für das erste Quartal 2016 an. Sein Versprechen: „Autofahrer können während der gesamten Zeit alle Parkhäuser anfahren. Dort gibt es genügend Parkfläche.“

 Die Bauarbeiten am Jensendamm werden für 2016 vorgezogen, während zeitgleich der Abriss des C&A-Blockes für Hotel, Gastronomie und Wohnungen und des Woolworth-Gebäudes, das für ein viergeschossiges Geschäftshaus Platz machen soll, beginnt. Die größte Belastung wird dann der Bau des Kleinen-Kiel-Kanals 2017 mit sich bringen, wenn durch die Holstenbrücke weder Autos noch Busse fahren dürfen. Während der Phase prüft die Stadt, einen Minibus-Shuttleservice in der Altstadt anzubieten – ein Vorschlag der Kaufleute. Mit Ausnahme der Linie 11 sollen die anderen Linien über die Hafenstraße und Wall in Richtung Brunswiker Straße fahren. Für die Linie 11 sind zwei Optionen angedacht: Zum einen könnte sie, berichtete Nico Sönnichsen von der Abteilung Quartiersentwicklung, über den Jensendamm (mit neuer Haltestelle) und Bergstraße fahren, zum anderen über die Rathausstraße am Exer vorbei.

 Alle Varianten würden noch geprüft, so Sönnichsen. Was aber feststeht ist, dass „für alle Wechselfälle des Lebens“, wie Todeskino es nennt, ein städtischer „Kümmerer vor Ort“ die Sorgen der Kaufleute und Anwohner aufnehmen soll. Besetzt wird die Stelle ebenfalls Anfang 2016. Im Gespräch ist zudem, eine Informationsstelle einzurichten, um auf Schildern über den Fortgang der Baumaßnahmen zu informieren.

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