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Baustellen verlangen KVG einiges ab

Verkehr Baustellen verlangen KVG einiges ab

Die vielen Baustellen in Kiel stellen nicht nur Autofahrer auf eine harte Geduldsprobe. Auch der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) bereiten die Umleitungen als Folge der Bauarbeiten jede Menge Probleme.

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Neu orientieren müssen sich in diesen Tagen nicht nur Autofahrer bei den vielen Baustellen-Umleitungen. Auch Busfahrgäste müssen oft erst nach der Ausweichhaltestelle suchen wie hier am Seekoppelweg/Ecke Rendsburger Landstraße.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Dazu zählen längere Bus-Fahrzeiten, Umstellung von Fahrer-Dienstplänen, mittelfristig mehr Personal, mehr Fahrzeuge und damit auch höhere Kosten. Im Laufe des Jahres kommt einiges zusammen an Verkehrsungemach. In der Rendsburger und der Segeberger Landstraße sowie der Feldstraße müssen in den kommenden Monaten vor allem die Entwässerungsrohrleitungen aus den 1920er- bis 1930er-Jahren aufwendig saniert werden. Kostenpunkt: insgesamt mehr als drei Millionen Euro (wir berichteten).

 Die Zahl der Beschwerden zu Umwegen der Busse oder Haltestellen-Verlegungen halten sich nach Angaben von KVG-Sprecherin Andrea Kobarg derzeit noch in Grenzen: „Aber es ist uns schon bewusst, dass Fahrgäste Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.“ So können die KVG-Busse beispielsweise das Uni-Klinikum aufgrund der Feldstraßen-Sperrung nicht mehr direkt anfahren, sodass Patienten oder Besucher von der nächstgelegenen Haltestelle Hospitalstraße zum Klinikum einen Fußweg zwischen fünf und zehn Minuten in Kauf nehmen müssten: „Anders ließ sich das leider nicht lösen.“

 Um die Fahrgäste über die umfangreichen Änderungen bei Abfahrtszeiten, Streckenführungen oder Haltestellenverlegungen zu informieren, hat die KVG nun zwei kostenlose, rund 30 Seiten starke Broschüren über „Baustellenbedingte Fahrplanwechsel“ herausgegeben. Die erste davon beinhaltet die Umstellungen in der Feldstraße/Rendsburger Landstraße, die zweite die Änderungen in der Segeberger Landstraße. In Papierform gibt es die Infos entweder bei den Fahrern der betroffenen Linien oder beispielsweise am Uni-Klinikum sowie beim Finanzamt Kiel-Süd. Sie können aber auch im Internet unter kvg-kiel.de heruntergeladen werden.

 Die KVG stellt sich derweil schon auf die nächste Großbaustelle ein, die das Unternehmen und seine Kunden noch weit stärker betreffen dürfte als die derzeit laufenden Maßnahmen. Denn nach Ende der Kieler Woche sollen nach Angaben der Stadt bereits die ersten vorbereitenden Maßnahmen zum Bau des Kleinen Kiel-Kanals starten.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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