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Brücke bröckelt vor sich hin

Bauwerk über der Schwentine Brücke bröckelt vor sich hin

Zum Glück war niemand in der Nähe: Ein Betonklotz löste sich aus der Unterseite der neuen Schwentinebrücke und stürzte auf den Parkplatz darunter. Das war vor drei Jahren. Jetzt bröckelte die sanierte Brücke an den selben Stellen erneut.

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Der Verbraucherschutzverein mit Vorsitzendem Claus-Dieter Schulz für ältere und behinderte Menschen möchte auf dem neu angelegten Parkplatz unterhalb der neuen Schwentinebrücke Handicap-Tourismus etablieren. Dabei sind Probleme aufgetaucht.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Keine Gefahr – sagt die Stadt. Der Verbraucherschutzverein für ältere und behinderte Menschen, der am 1. Mai mit dem Handicap-Tourismus auf der Schwentine startet, sieht das anders.

Das Brautpaar staunte nicht schlecht. Es war aus seinem flotten Auto ausgestiegen und wollte am Schwentineufer schöne Hochzeitsfotos machen lassen. Das sah ein Standup-Paddler, der zufällig auf der Schwentine unterwegs war. Er paddelte an Land, zeigte nach oben und wies Paar und Fotografen auf die Löcher in der Brücke hin. Die unter der Brücke geplante Fotosession wurde sofort abgeblasen.

Nach Bekanntwerden der erneuten Betonabbrüche haben sich die zuständigen Bauwerksprüfer des städtischen Tiefbauamtes den Brückenbereich angesehen. Nach Auskunft des Presseamtes haben sie festgestellt, dass eine Gefährdung des Bereiches unterhalb der Brücke aufgrund loser Betonteile nicht bestehe. Vereinzelte Fehlstellen am Stahlbetonüberbau würden im Laufe des Jahres instandgesetzt. Von ihnen ginge keine Gefährdung aus. Weiter wurde erklärt, dass die städtischen Brücken in einem regelmäßigen Rhythmus unter anderem im Hinblick auf ihre Verkehrssicherheit überwacht, alle drei Jahre einer Prüfung unterzogen und jährlich besichtigt würden.

Der Verbraucherschutzverein für ältere und behinderte Menschen will Gefahren für Menschen, die sich im Bereich unter der Brücke aufhalten, dagegen nicht ausschließen. „Man kann nie wissen, ob wieder etwas runterkommt“, sagt Vorsitzender Claus-Dieter Schulz. Um „auf Nummer sicher“ zu gehen, sperrt der Verein den Bereich unterhalb der Brücke zum Start des Handicap-Tourismus selbst ab. „Es ist schade. Der neue Parkplatz ist schön geworden und bietet für unser Vorhaben gute Voraussetzungen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Leider gäbe es Dinge (neben möglichen Gefahren durch herabstürzende Betonteile), die die Arbeit des Vereins erschwerten.

So würden Stromanschlüsse an der Bootsrampe fehlen, die bei der Parkplatzplanung zugesagt worden seien. Zurzeit legt Claus-Dieter Schulz jeden Tag ein 50 Meter langes Kabel, um Strom aus dem Bootshaus der Ellerbeker Turnvereinigung zu bekommen. Strom sei aber notwendig, um die elektrischen Rollstühle und den Lift, der die Rollstuhlfahrer in das sogenannte Paraboot hebt, bedienen zu können. Leider, so Schulz, seien an der Rampe zudem Behindertenparkplätze ausgewiesen worden. Genau dort, wo das Paraboot gelagert werden muss. Kontrollierende Polizisten habe er auf die Problematik hingewiesen, Bußgelder dadurch vermeiden können. Wie Schulz weiter berichtete, würden auf dem Parkplatz auch viele Abfälle hinterlassen. Einige Mülltonnen würden helfen. „Wir würden uns dann um die Abfallproblematik kümmern. Als Dank an die Stadt, weil der Platz eigentlich schön ist“, sagte er.

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