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Woolworth-Gebäude: Primark in Kiel?

Bekanntgabe im Mai Woolworth-Gebäude: Primark in Kiel?

Die Abrissgenehmigung ist erteilt, das Abrissunternehmen wurde beauftragt und eine Genehmigung für den Neubau ist auch vorhanden: Bald werden die Tage des ehemaligen Woolworth-Gebäudes am Berliner Platz endgültig gezählt sein. Welches Unternehmen in den Neubau einzieht, wird im Mai bekannt gegeben.

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Abgerundete Ecken, hohe Fenster und eine eingefärbte Betonfassade, so sieht der Sieger-Fassadenentwurf für das neue Geschäftshaus am Berliner Platz aus, in das ein Textil-Unternehmen einziehen wird

Quelle: Visualisierung: Wegener Architekten

Kiel. Dann verschwindet das Geschäfts- und Bürohaus mit der gewellten Front für immer aus der Kieler Innenstadt und macht Platz für den neuen "Flagshipstore" eines noch nicht namentlich bekannten Textil-Unternehmens.

Seit Ende Juni 2015 steht das ehemalige Woolworth-Gebäude leer und seitdem wissen Verwaltung und Investor, der Duisburger Projektentwickler Fokus Development, wie der Nachfolge-Bau aussehen soll. Denn für die Gestaltung des Neubaus gab es bereits einen Fassadenwettbewerb, aus dem das Büro Wegener Architekten aus Neustadt i. H. als Sieger hervorging. Der Entwurf mit einer eingefärbten Beton-Fassade, hohen Fenstern und abgerundeten Ecken überzeugte die Investoren, die Verwaltung und den Beirat für Stadtgestaltung. "Wir wollten das Gebäude an die bestehende Substanz wie beispielsweise dem Meislahn-Gebäude anpassen", erklärte Andrej Pomtow von Focus Development. Dazu passte die Beton-Fassade des Sieger-Entwurfs am besten.

Ein bisschen wurde an den Plänen noch nachgebessert: Aus dem ursprünglich goldenen Dach wurde nun ein Kupferdach, der Eingang ist nicht mehr elliptisch, sondern quadratisch. Mit dem Abriss des alten Gebäudes wird im Mai begonnen, Störungen zur Kieler Woche sind laut Pomtow nicht zu befürchten: "Wir beginnen von hinten mit dem Abriss. Die Welle fällt als Letztes." Im Mai soll dann auch der Name des zukünftigen Mieters des "Flagshipstores" bekannt gegeben werden. Noch herrscht darüber Stillschweigen.

Die Mitglieder des Ortsbeirats Mitte zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Entwurf und dem geplanten Neubau. Lediglich Dirk Becker (FDP) stellte die Notwenigkeit des Abrisses in Frage: "Es handelt sich immerhin nicht um die unbeliebteste Fassade in Kiel." Andrej Pomtow erklärte das Vorgehen mit den Ansprüchen des zukünftigen Nutzers: "Das Gebäude muss attraktiv und gut nutzbar für einen Textilisten sein. Dazu gehören nicht nur die Innenräume, sondern auch die Architektur und das Design."

Von Katja Schweckendieck

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