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250 Freikarten für die Flüchtlingsparty

Benefiz-Festival 250 Freikarten für die Flüchtlingsparty

„Hallo zusammen“, startet Burkhardt Richard seinen Besuch. „Moin moin“ schallt es dem Leiter des Kieler Jugendrings fröhlich entgegen. Es ist ein sonniger Nachmittag in der Preetzer Straße 5, dem Interimslager der Initiative Kiel hilft Flüchtlingen.

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Freuen sich auf das Fest in der Pumpe: Burkhardt Richard vom Kieler Jugendring, Carina Wegner (Mitinitiatorin der Benefiz-Reihe), sowie Anna Hein und Sebastian Wahl vom Vorstand „Kiel hilft Flüchtlingen“.

Quelle: Arne List

Kiel. Auf dem Hof herrscht emsiges Treiben: Überall werden Biertische und -bänke zusammengetragen, wird Kaffee getrunken und geplaudert. Was nach gemütlicher Nachbarschaftsrunde aussieht, ist der Sprachkurs von "Kiel hilft Flüchtlingen". Mehr als 50 Alt- und Neunorddeutsche finden sich hier wöchentlich zusammen und – schnacken. Als das Gelächter verklungen ist, setzt Richard grinsend neu an: „Wir sind heute hier, weil wir Euch einladen wollen.“ Ein Raunen geht durch die Menge. Ein schlacksiger Mann um die 30, Haare zum Zopf, entrollt ein Plakat. „Kiel spielt für Flüchtlinge“, ist dort zu lesen. Und tatsächlich haben Richard und seine Begleiter einen dicken Packen Eintrittskarten dabei. „Vergangenes Jahr haben wir spontan ein Benefiz-Festival auf die Beine gestellt. Und mit mehr als 300 Gästen klasse gefeiert. Das wollen wir wiederholen. Am 8. Oktober. Mit euch!“ Von einem der Tische steht spontan ein junger Mann, Mahmoud al Homsi, Medizinstudent aus Lübeck, auf. Er übersetzt für die Neuankömmlinge, die freudig und etwas ungläubig reagieren. Al Homsi nimmt eine erste Karte in Empfang. Klar, er ist gern dabei! Nun ist der Bann gebrochen. „Kiel spielt für Flüchtlinge“ lädt ein. „Kiel hilft Flüchtlingen“ ist gern dabei. Mit Flüchtlingen – und Helfern.

"Wir wollen etwas zurückgeben"

„Kiel hilft Flüchtlingen" hat aus dem Nichts heraus so viel für uns alle getan. Wir wollen etwas zurückzugeben“, sagt Carina Wegner, Mitinitiatorin der Benefiz-Reihe. Deshalb geben sie 250 Karten an Kiel hilft Flüchtlingen. Mindestens 50 davon bekommt das Team des Helfernetzwerks. „Oh toll! An dem Tag bringen wir mit unseren Freiwilligen einen großen Transport in den Irak auf den Weg. Dann können wir danach zusammen feiern“, freut sich Anna Hein vom Vorstand von „Kiel hilft Flüchtlingen“. Und „Kiel spielt für Flüchtlinge“? Das Festival wird veranstaltet von einer Initiative Ehrenamtlicher, die sich im Herbst 2015 gegründet hat. Ihr Ziel: Kultur für und mit Flüchtlingen machen. Ihr Veranstaltungsdebüt gaben die Aktiven in Kooperation mit dem Kieler Jugendring im November 2015 im Kieler Max. Zahlreiche Bands ließen einen trüben Novemberabend zur rauschenden Party werden.

Angespornt von diesem Erfolg startet das Team nun in Runde 2. In der Kieler Pumpe spielen am Sonnabend, 8. Oktober, mit den Stereo Bombs, Mary Jane Killed The Cat und John Monday norddeutsche Bands guten Rock plus Support und Special Guests. Arne List fasst es kurz und bündig: „Rocken für den guten Zweck.“ Wie auch beim ersten Mal werden alle Erlöse gespendet. Sie kommen in diesen Jahr der Organisation „Lifeline“ und damit minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen zu Gute.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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