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72 Mannschaften bei „Rudern gegen Krebs“

Benefiz-Regatta 72 Mannschaften bei „Rudern gegen Krebs“

Die Kieler Benefiz-Regatta „Rudern gegen Krebs“ der Stiftung Leben mit Krebs bleibt eine Erfolgsgeschichte. Die 72 teilnehmenden Rudermannschaften ruderten am Sonnabend auf der Kieler Innenförde, um das Projekt „Sport zum Leben“ am Städtischen Krankenhaus Kiel (SKK) für Krebspatienten zu unterstützen.

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Die "Cxpaddler" der ppiMedia GmbH schafften es bis ins Halbfinale - und hatten sichtlich Spaß (von links): Axel Homann, Sabine Jähmlich, Hauke Berndt und Sebastian Stielow.

Quelle: Volker Rebehn

Dank der Start- und zahlreicher Sponsorengelder flossen 40 000 Euro Erlös an die Stiftung. Ministerpräsident Torsten Albig ruderte erstmals selbst mit in einen Gig-Doppelvierer.

Schirmherr ist Torsten Albig seit dem Start der ersten Regatta 2010. Damals war er Oberbürgermeister Kiels. Bei den Starts war er immer dabei, war vorher nicht nie selbst in einen der stabilen und robusten Wandervierer gestiegen. Die Ermunterung von SKK-Geschäftsführer Roland Ventzke aus dem Vorjahr, der Ministerpräsident sollte es einmal auch als aktiver Ruderer versuchen, hat Albig offensichtlich angespornt. Er erschien zur mittlerweile siebenten Regatta am Sonnabend im Sportdress und gehörte zur Crew des „Silberpfeil“, in dem auch Roland Ventzke, Thomas Wessolowski und Astrid Schulz (alle Städtisches Krankenhaus) saßen. Die Vier hatten vorher fleißig mit Steuermann Dennis Hayes auf der Förde trainiert. Begeistert berichtete Albig von mystischen Begegnungen mit Delphinen in der Wiker Bucht und schönen Momenten in der Schwentinemündung. Er habe zwar einige „Krebse“ gefangen, und seine motorische Begabung halte sich in Grenzen. Doch es habe viel Spaß gemacht.

Hier findne Sie Fotos von der 7. Benefiz-Veranstaltung Rudern gegen Krebs am 4. Juni 2016 auf der Kieler Innenförde.

Zur Bildergalerie

Der „Silberpfeil“ lief dann in den 300 Meter langen Wettfahrten entlang der Kiellinie gar nicht schlecht. Das Boot überstand den Vorlauf, schied aber im Halbfinale aus. „Die Regatta ist eine wunderbare Aktion“, sagte Albig, noch leicht außer Atem. Krebs sei eine „miese Krankheit“ und mache einsam. Sportliche Betätigung trage wirksam dazu bei, die körperlichen und seelischen Belastungen von Erkrankung und Therapie zu reduzieren. Die Erlöse aus den Regatten seien eine wichtige Unterstützung des Sportprogramms am Städtischen Krankenhauses Kiel. Dort wird ein speziell angepasstes Sport und Bewegungsprogramm für Patienten mit Krebs angeboten. Albig war nicht nur sportlich aktiv, sondern übergab auch einen Scheck über 2 000 Euro aus seinem Verfügungsfonds an die Stiftung.

Wie Stiftungsvorstand Claus Feucht erklärte, sei in allen Kieler Regatten ein Erlös von insgesamt 180 000 Euro erzielt worden. Das diesjährige Ergebnis setze sich aus 15 000 Euro an Startgeldern (300 Euro pro Team) und 25 000 Euro Sponsorengeldern zusammen. Die Spenden würden helfen, so Feucht weiter, das kostenlose Sportprogramm am Städtischen Krankenhaus für Patienten weiter auszubauen. Dazu gehöre auch ein Ruderprojekt bei der Rudergesellschaft Germania. Ohne das große Engagement der ausrichtenden Kieler Rudervereine, die sich unter dem Logo „Rudern in Kiel“ zusammengeschlossen haben und dem Städtischen Krankenhaus als Koordinator, könne die Stiftung eine solche Regatta nicht veranstalten. „Rudern gegen Krebs“ sei das Aushängeschild der Stiftung. Nach dem Auftakt in Kiel werden zehn weitere Regatten in Deutschland ausgetragen.

Die teilnehmenden Crews waren begeistert. „Wir unterstützen das Projekt, tun etwas für die Teambildung und viel Spaß“, sagte Hauke Berndt, Vertriebsleiter der ppiMedia GmbH (Kiel). Sabine Köhler ist überzeugt, dass die Regatta alle Kieler Rudervereine enger zusammengeschweißt hat. „Für einen alleine wäre das zu viel“, sagte die 1. Vorsitzende von Germania. Im „kleinen“ Finale siegte das Boot der Stryker Trauma GmbH vor der Marinejugend Kiel und dem Philharmonischen Orchester Kiel. Das „Experten“-Finale gewann die Kneipe Wupke vor der Kieler Volksbank und dem von Anke und Uwe Zwingmann gesponserten Ärzteboot „Uwe.K.S.H.ohne Grenzen“.

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