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Kiel spielte für Flüchtlinge

Benefizveranstaltung Kiel spielte für Flüchtlinge

Mit einer gut gefüllten Pumpe in Kiel und ausgelassener Stimmung ging die Benefizkonzertreihe „Kiel spielt für Flüchtlinge“, die vom Kieler Jugendring veranstaltet wird, am Sonnabend in die zweite Runde. Rund 2500 Euro wurden für den Verein Lifeline gesammelt.

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Auch junge Zuhörer hatten Spaß beim Konzert.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel . Mit Stand Up 69, Stereo Bombs, Mary Jane killed the Cat und John Monday standen auch diesmal wieder überwiegend junge Bands auf der Bühne. „Ich kann nicht anders“, erklärt Burkhardt Richard (52), der für das Booking der Bands mitverantwortlich war und in den vergangenen Jahren die Junge Bühne zur Kieler Woche organisierte.

Schon im Vorfeld freuten sich die Organisatoren über Spendenbeiträge von der Evangelischen Bank (1000 Euro) und Privatspenden in Höhe von 500 Euro. 1000 Euro kamen durch Eintrittsgelder zusammen. Damit wurde fünfmal mehr eingenommen als im Vorjahr. Der gesamte Erlös von 2500 Euro kommt dem Verein Lifeline zugute, der sich um minderjährige unbegleitete Flüchtlinge kümmert. „Wir wollen das Thema am Laufen halten. Es kommen zwar nicht mehr so viele, aber sie sind hier und müssen integriert werden“, sagte Richard.

Stephan Altemark (34) und Ayman Alsoud (23), der vor einem Jahr aus Syrien nach Kiel gekommen ist, moderierten den Abend. Für Alsoud war es ein guter Anlass, um seinen bestandenen Deutschtest zu feiern. Altemark hatte den jungen Syrer im vergangenen Jahr in der Sternstunde bei der Veranstaltung „Alte Kieler treffen neue Kieler“ getroffen. Seitdem hilft Alsoud häufiger bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem Muddi-Markt während der Kieler Woche mit: „Ich habe dadurch viele Menschen kennengelernt.“

Die ehrenamtlichen Helfer verteilten 150 Freikarten in Flüchtlingsunterkünften und bei der Zentralen Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten in Kiel. Schließlich sollte der Abend im Zeichen der Begegnung stehen. Auch Mitglieder der Initiative „Kiel hilft Flüchtlingen“ erhielten als Dankeschön für ihre Arbeit freien Eintritt.

Neben Sponsoren wie der Pumpe und Roh-Catering verzichteten auch die Musiker auf ihre Gage. Ehrensache für Gregor Schulz (31), Jerrit Tank (26), Max Schierbecker (24) und Finn Kalk (27) von der Band „Mary Jane killed the Cat“ aus Hamburg und Elmshorn. „Es ist vor allen Dingen ein Statement“, sagte Gitarrist Georg Schulz (31). Die Rockband setzt sich häufiger auf Konzerten für gute Zwecke ein. „Super, dass die Flüchtlinge eingeladen werden und Spaß haben, obwohl sie vielleicht nicht so viel mit unserer Musik anfangen können“, sagte Schlagzeuger Finn Kalk (27).

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