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Jugendkriminalität geht in Kiel zurück

Bericht Jugendkriminalität geht in Kiel zurück

Eine aus Sicht der Stadt Kiel erfreuliche Entwicklung dokumentiert der im Jugendhilfeausschuss vorgelegte Bericht zur Jugendkriminalität 2014. Danach sank bereits im fünften Jahr in Folge die Zahl straffälliger Jugendlicher – auch im Stadtteilen wie Gaarden oder Mettenhof.

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Die Jugendkriminalität in Kiel ist deutlich zurückgegangen.

Quelle: Steffen Kugler/dpa

Kiel. Aus diesen statistischen Daten zieht die auch für Jugendliche zuständige Bildungsdezernentin Renate Treutel den Schluss: „Die vielfach geäußerte Wahrnehmung und Mediendarstellung einer zunehmenden Straffälligkeit, insbesondere einer Gewaltbereitschaft junger Menschen, entspricht nicht der erhobenen Lage.“

 Gestützt wird dieses Fazit von einer beeindruckenden Zahl: 2014 wurden insgesamt 671 junge Straftäter im Alter zwischen 14 und unter 21 Jahren in der Landeshauptstadt registriert, das entspricht einem Rückgang von 13,3 Prozent im Vergleich zu 2013. Noch deutlicher wird die positive Entwicklung beim Rückblick ins Jahr 2011: Damals registrierte die Stadt noch mehr als 900 Straftäter.

 Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild. Denn der Rückgang bei den Straftätern ist vor allem in der Altersgruppe der 18- bis unter 21-Jährigen besonders deutlich (minus 18,4 Prozent, 447 Straftaten). Bei den 14- bis unter 18-Jährigen betrug der Rückgang hingegen nur 0,9 Prozent (224 Straftaten).

 Besonders bemerkenswert im positiven Sinn ist aus Sicht der Dezernentin der seit fünf Jahren stabile Abwärtstrend in Mettenhof oder Gaarden. Gemessen an der Gesamtzahl dort lebender junger Bürger zwischen 14 und unter 21 Jahren wurden 2014 in Mettenhof 4,7 Prozent straffällig (Vorjahr: 5,7, 2011: 8,2 Prozent) in Gaarden 9,6 Prozent (Vorjahr: 11,2, 2012: 14,2 Prozent), im gesamten Stadtgebiet lag 2014 die Quote bei 4,2 Prozent. Der positive Abwärtstrend ist auch bei den Anklagezahlen erkennbar, die 2014 um insgesamt 15,1 Prozent (842 Fälle) zurückgingen. Zum Vergleich: 2011 wurden noch insgesamt fast 1500 Anklagen für die 14- bis unter 21-Jährigen registriert. Von den rund 1180 Gerichtsverfahren endeten fast 450 mit einer Einstellung, 153 mit Ableistung von Arbeitsstunden, „sonstigen Weisungen“ (94), Jugendstrafe mit Bewährung (35), Jugendstrafe ohne Bewährung (9) oder einem Täter-Opfer-Ausgleich (25).

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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