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Heinemann will das Ostufer rocken

Wahl zum SPD-Direktkandidaten Heinemann will das Ostufer rocken

Ohne Gegenkandidaten startete Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann in die Wahl zum SPD-Direktkandidaten für den Wahlkreis Kiel-Ost. Mit einer Mehrheit von 93,1 Prozent nominierten die SPD-Mitglieder ihn erneut für die Landtagswahl 2017.

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Bernd Heinemann ist erneut Direktkandidat für das Kieler Ostufer.

Quelle: Petra Krause

Kiel. Entspannt begrüßte Landtagsvizepräsiden Bernd Heinemann am Eingang der Alten Räucherei fast jedes einzelne SPD-Mitglied persönlich. Denn schon vor der Wahl des SPD-Direktkandidaten für den Wahlkreis Kiel-Ost stand er als solcher fest. Da es im Gegensatz zum Norden, wo Ministerpräsident Torsten Albig mit der früheren Ratsfrau Gesine Stück um ein SPD-Ticket kämpfen musste, keinen Gegenkandidaten gab. Mit einer Mehrheit von 93,1 Prozent nominierten die SPD-Mitglieder erneut Bernd Heinemann für die Landtagswahl 2017. Ein Ergebnis, das selbst den 64-Jährigen überwältigte: „Ich habe ja viel erwartet, aber das nicht. Ich werde mit Euch gemeinsam das Ostufer rocken“, sagte er nach der Wahl.

Im Wahlkreis Kiel-Ost sind 328 SPD-Mitglieder wahlberechtigt – von denen 58 anwesend waren. 54 Mitglieder stimmten mit ja und nur vier mit nein. Für Bernd Heinemann die entsprechende Rückendeckung, um seine Vorstellung von Politik umzusetzen. Diese beschrieb er in seiner Vorstellung mit einer Aussage von Willy Brandt bei seiner Regierungserklärung 1969. „Wir wollen mehr Demokratie wagen. Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert.“ Mitwirkung und Mitverantwortung sein ihm in seinem Wahlkreis besonders wichtig. Heinemann ging dabei auf den brutale Angriff der 35-jährigen Gamze K. in Dietrichsdorf ein. Es gelte wachsam zu sein bei derartigen Übergriffen – aber nicht nur gegenüber Menschen anderer Glaubensrichtungen, sondern auch bei Respektlosigkeiten gegenüber älteren Menschen, Menschen anderer sexueller Orientierung oder Menschen mit Behinderungen.

Eine weiteres Schwerpunktthema Heinemanns ist die Bildung. „Vom mittelmäßigen Volksschüler und Sohn armer Eltern zum studierten 1. Vizepräsident des Landtages“, skizzierte er in aller kürze seinen Lebensweg. Nachdem Hauptschulabschluss lernte Heinemann beim Marinearsenal den Beruf des Elektromechanikers und arbeitet bei HDW. Nach weiteren Schulabschlüssen und Studium wurde er unter anderem Sozialarbeiter und Stadtjugendpfleger. Von 1989 bis 2009 hat er die Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein geleitet. „Das, was man den zweiten Bildungsweg nennt, das ist klassische sozialdemokratische Bildungspolitik“ unddafür wolle er sich stark machen.

Bernd Heinemanns Herz schlägt für das Ostufer. Dabei geht es um bezahlbare Wohnungen, Schaffung von Arbeitsplätzen, kulturelle Vielfalt und gute Integration sowie den Ausbau der Forschung und Wissenschaft. „Unser größtes Potential sind wir selbst.“ Schritt für Schritt wandele sich das Ostufer in eine viel versprechende Adresse der Zukunft. Als Ostufer-Abgeordneter will er sich dafür einsetzten, dass es wieder „ cool sein auf dem Ostufer zu leben“ . Aber es sei mit Unterstützung von Stadt und Land noch einiges zu tun, „bis wir einen Wissenschaftspark auf dem Ostufer errichten“.

Spannend wird es dagegen nun noch einmal im Wahlkreis in Kiel-West. Im Haus des Sports treten am Freitag, 15. Juli gleich drei Kandidaten an. Die Mitglieder haben dann die Qual der Wahl, wen sie ins Rennen schicken: Ratsfraktionsvize Özlem Ünsal, Ratsherr Falk Stadelmann oder Kreisvize Andreas Arend.

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