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Besseres Licht in Hammer hat seinen Preis

Ortsbeirat-Sitzung Besseres Licht in Hammer hat seinen Preis

Vor allem in Hammer und teilweise auch in Russee soll im kommenden Jahr die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Begeisterung rief diese Nachricht bei den Ortsbeiräten und den Besuchern ihrer Sitzung nicht hervor, aber auch keine Proteststürme.

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Straßenleuchte wie diese verschwjnden langsam aber sicher aus dem Stadtbild.

Quelle: Martin Geist

Russee/Hammer/Demühlen. Immerhin 500 bis im Höchstfall 3000 Euro teuer kann die Aktion Licht nach Angaben der Stadtverwaltung für die Hauseigentümer werden. Das hängt einerseits von der Größe des einzelnen Grundstücks ab, andererseits von dessen Nutzung. Je mehr Wohneinheiten sich auf einer Fläche befinden, desto teurer wird es. Bei der Grundstücksgröße werden ab einer Tiefe von 50 Metern nur noch symbolische Beträge berechnet, und auch dies nur, weil die Stadt durch ein Urteil dazu verpflichtet wurde.

Laut Bernd Nießner vom städtischen Tiefbauamt erneuern die siegreich aus einer Ausschreibung hervorgegangenen Stadtwerke Bremen in Kiel bereits seit mehreren Jahren die Straßenbeleuchtung. 13000 von 20000 Leuchten wurden seither gegen verbrauchsärmere Modelle ausgetauscht. Stück für Stück verschwunden sind außerdem die Freileitungen, die gegen Erdkabel ausgetauscht wurden.

Ausgesprochen viele dieser an Holzmasten baumelnden Leitungen sind aber noch in Hammer zu sehen. „Das ist nicht mehr Stand der Dinge“, betonte Nießner. Er verwies auf Nachteile wie die hohe Störungsanfälligkeit, den beträchtlichen Stromverbrauch und die bescheidene Ausleuchtung der Straßen.

Künftig also soll es kommoder werden in Hammer. Die Holzmasten werden entfernt und gegen Betonmasten ausgetauscht, die Kabel kommen ins Erdreich, Leuchten finden sich alle 35 statt alle 70 Meter wieder. Trotz dieser deutlichen Verbesserung wird nach Auskunft von Peter Hanel, Abteilungsleiter im Stadtplanungsamt, der Stromverbrauch in Zukunft etwas geringer sein als jetzt. Auf die von SPD-Ortsbeirätin Astrid Leßmann ins Gespräch gebrachte extrem energiesparende LED-Technik verzichtet die Stadt, weil die Planung dann gründlich überarbeitet werden müsste und die Spareffekte kaum die hohen Anschaffungskosten aufwiegen würden.

Wie Stadtplaner Hanel sagte, handelt es sich bei dieser Sache um eine „klassische Ausbaumaßnahme“, die entsprechend beitragspflichtig sei. Mit einer Rechnung der Stadt sei frühestens ein Jahr nach Abschluss der Bauarbeiten zu rechnen, also nicht vor 2017. Auch bestehe für einkommensschwache Beitragspflichtige bei Nachweis die Möglichkeit, in Raten zu bezahlen: „Wir sind da recht großzügig.“

Die Kritik der Betroffenen bezog sich dann fast ausschließlich auf Details der Beitragsberechnung. Absolute Gerechtigkeit könne es bei diesem Thema zwar nicht geben, räumte Peter Hanel ein, andererseits lasse der Stadt eine Fülle von Gerichtsurteilen so gut wie keinen Spielraum bei der Berechnung.

Betroffene Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte erhalten nach Abschluss der Planungen in der zweiten Jahreshälfte Post aus dem Rathaus. Darin sind schon relativ genau die Beträge genannt, die fällig werden.

Betroffen im Ortsbeiratsbezirk Russee/Hammer/Demühlen sind folgende Straßen: Eiderbrook (gesamter bebauter Bereich), Wiepenkrog, Vorder- und Hinterkronsberg, Am Voßberg, Hammerbusch, Am Waldrand, Damaschkeweg (Teilstück), Speckenbeker Weg (Teilstück), Rendsburger Landstraße (Teilstück) und Klosterkamp (zwischen Lämmerstücken und Waldweg).

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