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Hier blüht auch der Nachwuchs auf

Beste Gärtnerinnen Hier blüht auch der Nachwuchs auf

Der Botanische Garten der Kieler Universität bringt nicht nur die schönsten Pflanzen hervor. Dort arbeiten auch die besten Gärtnerinnen Schleswig-Holsteins. Das belegt das jüngste Prüfungsergebnis der Landwirtschaftskammer.

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Anna Blüml (links) und Silke Höppner haben den dornigen Weg der Ausbildung sehr gut beschritten: Sie sind die besten Gärtnerinnen, die in allen Fachsparten des schleswig-holsteinischen Gartenbaus in diesem Jahr abgeschlossen haben. Die Aufnahme entstand im Amerikahaus des Botanischen Gartens.

Quelle: Martin Nickol

Kiel. Anne Blüml (21) und Silke Höppner (25) bekamen bei der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung nach ihrer Gärtnerinnenausbildung Top-Noten. Sie waren nicht nur im Zierpflanzenbau, sondern über alle Sparten des Gartenbaus hinweg die Besten. Offenbar kein Zufall: Auch die nun ehemalige Auszubildende Nicole Dragusha (42) kam auf einen der vordersten Plätze.

Die Ausbildung im Botanischen Garten wird von der Technischen Leitung sowie von fünf Meisterinnen und Meistern geleistet, die unterschiedliche Reviere in dem acht Hektar großen Gelände betreuen. Mit rund 14.000 Pflanzenarten, die allerhand Sonderansprüche stellen, ist das Lerngebiet riesig. Dass von mehr als 150 zur Prüfung bei der Landwirtschaftskammer angemeldeten Auszubildenden die beiden Besten aus dem Botanischen Garten stammen, ist nach Ansicht des Technischen Leiters Michael Braun nicht nur der guten theoretischen und praktischen Ausbildung geschuldet. „Dazu gehört auch neben einem gerüttelt Maß Eigenmotivation eine eiserne Disziplin beim Lernen und Verstehen.“

Anne Blüml machte eine zweijährige Ausbildung, Silke Höppner nahm trotz einer bereits abgeschlossenen Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau freiwillig die dreijährige Laufbahn auf sich, die beide jetzt mit ihrem sehr guten Abschluss krönten. Sie können sich nun Gärtnerinnen im Zierpflanzenbau nennen. „Einser-Abschlüsse sind in diesem Metier nicht gerade häufig“, betonte Michael Braun. Zusätzlich zu den Ausbildungsplätzen bietet der Freundeskreis des Botanischen Gartens auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres zum Erhalt der Pflanzenvielfalt beizutragen.

Zur Vielfalt des Botanischen Gartens gehört auch der neue Major-Garten, der im Rahmen des Uni-Jubiläumsjahres jetzt von Gartenkustos Martin Nickol eingeweiht wurde. Johann Daniel Major war einer der 17 Gründungsprofessoren der Christian-Albrechts-Universität und richtete 1669 den ersten Universitätsgarten ein. Der Universalgelehrte forschte und publizierte. Im herzoglichen Garten in Gottorf beschrieb er Pflanzen und im Kieler Garten, einem Viertel des Schlossgartens, zog er Heil- und Zierpflanzen, Gemüse, aber auch seltene Blumenzwiebelpflanzen.

„Der jetzt eingeweihte neue Garten erinnert in seiner traditionellen Kreuzform an den Ursprungsgarten Majors, auch wenn dieser mit etwa 10.000 Quadratmetern bedeutend größer gewesen ist“, erklärte Nickol. In den nächsten Jahren wollen die Gärtnerinnen und Gärtner des Botanischen Gartens versuchen, die Bepflanzung des historischen Vorläufers zu rekonstruieren. Der Major-Garten kann ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten des Botanischen Gartens besichtigt werden.

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