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Flottenaufmarsch im Mittelmeer

Beteiligung aus Kiel Flottenaufmarsch im Mittelmeer

Das östliche Mittelmeer wird nach den Ereignissen von Paris zum Operationsgebiet für mehrere internationale Marineverbände. Den Anfang macht die französische Marine. Am Mittwoch wird der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ seinen Heimathafen Toulon zu einem Einsatz verlassen.

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Der französische Flugzeugträger "Charles de Gaulle" hat sich  ins östliche Mittelmeer aufgemacht.

Quelle: Frank Behling

Der Flugzeugträger ist diesmal zusätzlich mit mehr Flugzeugen als üblich für Luftschläge ausgestattet worden. Das Schiff hat nach Angaben der  französischen Marine 26 Kampfjets der Typen Rafale und Super Etendard an Bord - zwei mehr als üblich.

Frankreichs Premierminister Francois Hollande hatte am Montag angekündigt, dass der größte europäische Flugzeugträger nicht wie geplant in den Indischen Ozean und den Persischen Golf fahren wird, sondern Kurs auf das östliche Mittelmeer nimmt. Dort könnte der Träger als vorgeschobene Basis für Luftschläge gegen Stellungen der ISIS-Einheiten in Syrien stationiert werden. Die Flugzeuge der „Charles de Gaulle“ sollen die bereits in Jordanien und am Persischen Golf stationierten französischen Kampfflugzeuge unterstützen.  

Zu der Kampfgruppe um den 262 Meter langen und 42500 Tonnen verdrängenden Flugzeugträger gehören auch mehrere internationale Marineeinheiten. Die belgische Regierung hat die Fregatte „Leopold 1“ zur Unterstützung abgestellt. Die britische Marine wird den Trägerverband mit der Fregatte „St. Albans“ unterstützen. Ein französisches Atom-U-Boot sichert den Träger außerdem. Die „Charles de Gaulle“ ist der als einziger Flugzeugträger außerhalb der US-Navy mit einem Atom-Antrieb.

Im östlichen Mittelmeer ist am Wochenende auch ein Kampfverband der Nato mit deutscher Beteiligung eingetroffen. Der Einsatzverband 2 (SNMG 2)  hat am Sonnabend einen Hafenbesuch im türkischen Hafen Akzas absolviert. Dieser Verband wird seit Juni von dem deutschen Flottillenadmiral Jörg Klein geführt. Er hat diesen Verband in Kiel mit der Fregatte „Hamburg“ übernommen und ist jetzt ins östliche Mittelmeer gefahren.

Die bei HDW in Kiel gebaute Fregatte „Hamburg“ ist eine der drei modernsten deutschen Lenkwaffenfregatten. Sie ist mit weitreichenden Luftabwehrwaffen ausgestattet und kann zur Sicherung von großen Marineverbänden sowie zur Aufklärung eingesetzt werden. Der Verband ist einer der vier maritimen Krisenreaktionsverbände der Nato, die innerhalb weniger Stunden einsatzbereit sind.

Im Mittelmeer operiert bei einem weiteren Nato-Verband der in Kiel beheimatete Minenjäger „Weilheim“. Dieser Verband operiert gerade im zentralen Mittelmeer. In Hafen von Limassol auf der Insel Zypern unterhält die deutsche Marine seit 2006 außerdem einen Militärstützpunkt zur Unterstützung der UN-Einheiten im Libanon.

Kurs auf das Mittelmeer nimmt am Montag auch ein großer Marineverband  der US Marine. Wie das Pentagon in Washington am Dienstag bekanntgab, soll der Flugzeugträger „Harry S. Truman“ mit dem Kreuzer „Anzio“ sowie mehreren anderen Einheiten am Montag seinen Heimatstützpunkt Norfolk (Virginia) an der US-Ostküste verlassen wird. Der Träger soll dann zunächst ins Mittelmeer fahren. Das Schiff wird danach in den  Operationsgebieten der 6. US-Flotte (Neapel) und 5. US-Flotte (Bahrain) stationiert werden. An Bord der „Harry S. Truman“ ist das Trägerkampfgeschwader 7 (Carrier Air Wing 7) mit etwa 70 Kampfflugzeugen.

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