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Alarmierungen weiter auf hohem Niveau

Feuerwehr Kiel Alarmierungen weiter auf hohem Niveau

Für die Kieler Feuerwehren gab es 2016 eine leichte Entspannung in der Einsatzbilanz. Nach dem Rekordjahr 2015 mit 752 Einsätzen sank 2016 die Zahl der Alarmierungen auf 523. Diese Zahl liegt aber immer noch deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

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Zu den Großbränden zählte in Kiel auch ein Feuer in der Bergstraße am 20. Februar 2016, bei dem fast  100 Einsatzkräfte der Kieler Feuerwehren im Einsatz waren. 

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Gemessen an den Einsätzen anlässlich der Flüchtlingswelle und der Alarmierungen, die wir 2015 bewältigen mussten, war 2016 ein ruhiges Jahr“, sagte Stadtwehrführer Bernhard Hassenstein am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung. „Beim Blick in die die 10-Jahres-Übersicht fällt jedoch auf, dass wir uns mit 523 Alarmierungen immer noch auf einem hohen Niveau bewegen“, so Hassenstein.

Ein Grund für die gesunkenen Alarmierungen war eine Neuordnung der Alarm- und Ausrückeordnung der Kieler Feuerwehr. So müssen die freiwilligen Wehren jetzt nicht mehr bei jeder gemeldeten Rauchentwicklung automatisch mit den Löschzügen der Berufsfeuerwehr ausrücken. Gerade die Zahl der Alarmierungen bei Rauchentwicklungen beispielsweise durch angebranntes Essen oder durch private Rauchmelder ist auch 2016 in Kiel deutlich gestiegen. Bei den Entstehungsbränden gab es 2016 einen starken Anstieg um 69 auf 158 gegenüber dem Vorjahr. Diese Einsätze konnten fast immer durch die Besatzungen der beiden Löschzuge der Berufsfeuerwehr bewältigt werden.

Hassenstein plädiert für Großübung

Anders die Entwicklung bei den größeren Bränden, deren Zahl 2016 um 22 auf 48 sank, und die Zahl der Kleinbrände, die von 253 auf 132 zurückging. Bei diesen Bränden rücken die zehn Ortswehren mit ihren ehrenamtlichen Kräften  mit aus. „Für den Brandschutz der Stadt Kiel sind freiwillige Feuerwehren unverzichtbar. Wir sind auf ihre Hilfe angewiesen“, sagte Thomas Hinz, Amtsleiter der Berufsfeuerwehr, bei der Versammlung. Die Zusammenarbeit von Berufsfeuerwehr und den zehn Ortswehren sowie der Werksfeuerwehr TKMS und der Bundeswehrfeuerwehr läuft reibungslos und gilt in der Stadt Kiel als vorbildlich. Der Stadtwehrführer hatte deshalb auch nur einen Wunsch: “Wir appellieren hier noch einmal an die Amtsleitung der Feuerwehr Kiel, künftig einmal jährlich eine Großübung zu veranstalten“, sagte Hassenstein. Diese Großübung sei eine gute Chance, um Fehler aufzudecken und Abläufe einzuspielen, hieß es.

Bei den Mitgliederentwicklungen der zehn Ortswehren gab es 2016 ebenfalls Licht und Schatten. So sank die Zahl der Mitglieder in den zehn Einsatzabteilungen von Schilksee bis Dietrichsdorf um 13 auf 489. Dafür stieg die Zahl der Mitglieder in den Jugendabteilungen erstmals wieder um 7,7 Prozent auf 194. „Die Mitgliederwerbung muss trotzdem wieder auf unsere Tagesordnung kommen“, so Stadtwehrführer Hassenstein.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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