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Sammeln für die Pflege der Soldatengräber

Blaue Büchse Sammeln für die Pflege der Soldatengräber

Seit Freitag sind Soldaten, Reservisten, Schüler und auch Politiker wieder mit den blauen Sammelbüchsen in Kiel unterwegs. Die Helfer bitten auf der Straße um Spenden für die Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

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Spendensammler mit der blauen Büchse (von links): SPD-Ratsfrau Ingrid Lietzow, Kapitän zur See Stephan Haisch, Flotillenärztin Juliane Rehder, Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Fregattenkapitän Peter Sikora und der Vorsitzende der Marinekameradschaft Kiel, Harald Kontze.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Den Aufruf unterstützten auch Innenminister Stefan Studt und der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein, Oberst Ralf Güttler.

Auftakt war die Sammlung im Kieler Citti-Park, wo sich am Freitag die Kreisvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und SPD-Ratsfrau Ingrid Lietzow, der Chef des Stabes Einsatzflottille 1, Kapitän zur See Stephan Haisch, Flotillenärztin Juliane Rehder vom Sanitätsunterstützungszentrum, Stadtpräsident und Schirmherr Hans-Werner Tovar, Fregattenkapitän Peter Sikora vom Marinestützpunktkommando Kiel und der Vorsitzende der Marinekameradschaft Kiel, Harald Kontze, mit Sammelbüchsen ans Werk machten.

In Osteuropa noch immer Kriegstote geborgen

Das Geld verwendet der Volksbund im Auftrag der Bundesregierung zur Pflege von 2,7 Millionen Gräbern deutscher Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Allein 832 Kriegsgräberstätten in der ganzen Welt werden durch den Volksbund der Nachwelt erhalten. Der Schwerpunkt ist die Arbeit an den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs. Auf den Schlachtfeldern in Osteuropa werden auch heute immer noch Kriegstote gesucht, geborgen und identifiziert. Bis zu 40000 Kriegstote werden dort pro Jahr exhumiert und auf zentrale Sammelfriedhöfe umgebettet. 70 Jahre nach Kriegsende können dabei noch immer viele Schicksale von Soldaten oder Militärangehörigen verschiedener Nationen aufgeklärt werden, was für viele Angehörige von großer Bedeutung ist.

Bei seiner aktiven Jugend- und Bildungsarbeit vermittelt der Volksbund darüber hinaus schon seit mehr als 60 Jahren jungen Menschen die Bedeutung der Kriegsgräberstätten als Orte des Lernens und der Mahnung. Diese Arbeit finanziert der Verein überwiegend aus Spenden.

Deutsche Grabstätte auch in Irland

In Westeuropa gibt es viele entlegene Grabstätten. Zum Beispiel in Glencree in Irland. Der deutsche Soldatenfriedhof wurde im September von einer elfköpfigen Abordnung des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ besucht. Die Grabstätte in Glencree wurde von 1959 bis 1961 vom Volksbund angelegt. Dort sind 134 gefallene deutsche Soldaten aus beiden Weltkriegen begraben. Beim Hafenbesuch in Dublin übernahm die Besatzung des in Kiel beheimateten Segelschulschiffes dort die Pflegearbeiten. Zum Abschluss legten die Soldaten im Beisein von Militärdekan Ernst Raunig einen Kranz nieder.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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