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Rock und Regen beim Bootshafensommer

Blitz-Kritik Rock und Regen beim Bootshafensommer

Der Bootshafen ist seit Freitag wieder ein Ort der Kieler Sommerkultur. Was vier junge Rockbands aus Norddeutschland zu bieten haben, zeigten die Alternative-Rocker Elvis Dies Tomorrow, Kazimir mit Emo-Punk, die Post-Neue-Deutsche-Weller Sie Kamen Australien und Pretty Sure, die Gewinner des Junge Bühne Kiel Votings 2016.

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Bootshafensommer 2016: Gelungener Auftakt für sechs Wochen Kulturvielfalt aus und in Kiel – inklusive „Kieler“ statt „Kaiser-Wetter“.

Quelle: Björn Schaller

Der erste Eindruck

Kiel. Schwarze Gewitterwolken dräuen über dem Bootshafen und versprechen Abkühlung dieses heißen Tages. Für Rock’n’Roll kein gutes Omen, schließlich will er einheizen so wie Elvis Dies Tomorrow, die das freilich anders als einst Elvis tun. „Fuck Elvis“ steht in großen Lettern auf einem Gitarrenkoffer. Insofern: bestes Klima und gutes Orakel.

Das Programm

Bei Elvis Dies Tomorrow fällt einem ein: Jungs mit Gitarren, die nur entfernt an Elvis erinnern, ist ja auch im Bandnamen schon Programm: Der King ist tot, lang leben und rocken seine (Ur-) Enkel. Die Kiel-Hamburger Band Kazimir schließt mit ihren schwermütig-lyrischen Texten nahtlos an den Diskurs-Rock der „Hamburger Schule“ an – obwohl sie solchen Konnex verneinen. Also eher „Brokenlander Schule“, benannt nach einem ihrer Songs und der Raststätte irgendwo zwischen Hamburg und Kiel, im Niemandsland auch der Musik, das sie sich erobern. Sie Kamen Australien nennt sich das Kieler Trio, das die Neue Deutsche Welle gegen deren Strich gebürstet neu erfindet. Dagegen haben es Pretty Sure schwer, ihren jugendlichen Rock-Elan zu behaupten.

Das Publikum

... freut sich auch und gerade in kühlenden Schauern des Kieler Sommers des „irgendwie doch voll gemütlichen“, so ein Zuhörer, Bootshafens. Zumal „hier keine Pokémon-Monster auf meinem Schirm sind“. Bei Pretty Sure lässt sich die mitgebrachte Fan-Gemeinde zum Walzer-Tänzchen auf der „Bühnen-Insel“ hinreißen, auch wenn die Band im Intermezzo vom Drei-Viertel-Groove zum „Four to the Floor“ wechselt.

Was in Erinnerung bleibt

Dass der Bootshafen ein perfekter Festival-Ort ist – auch bei Regen, der immer wieder tröpfelt. Sei’s drum, mitten in Kiels Mitte fühlt man sich hier ungemein wohl. Und wenn es gegen nächtlichem Ende aufklart, ist der (Bootshafen-) Sommer da!

Fazit

Gelungener Auftakt für sechs Wochen Kulturvielfalt aus und in Kiel – inklusive „Kieler“ statt „Kaiser-Wetter“.

Hier finden Sie Bilder vom Auftakt vom Bootshafensommer 2016.

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