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Neue Akzente in der Elisabethstraße

Blumenkübel Neue Akzente in der Elisabethstraße

Die Elisabethstraße lässt Blumen sprechen. Dank einer Initiative von Teilnehmern des Beschäftigungsprojekts „Erst die Arbeit“ stehen jetzt etwa 25 Blumenkübel vor den Geschäften und anderen Einrichtungen der Haupteinkaufsstraße Gaardens. Die Geschäftsleute haben dafür Patenschaften übernommen.

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Jan-Feliks Frey von der Stadtmission schiebt die Blumenkübel mit dem Hubwagen zu ihrem Bestimmungsort im Zentrum von Gaarden.

Quelle: Martin Geist

Kiel - Gaarden. Seit Jahren ärgert sich der Ortsbeirat, dass der dicht bebaute und einwohnerstarke Stadtteil Gaarden jeden Frühling gerade mal zehn Blumenkübel von der Stadt gestellt bekommt – nicht mehr als kleinere Stadtteile, die zudem oft ohnehin von Gärten um Einfamilienhäuser geprägt sind. Dass sich dieser Ärger jetzt gelegt hat, ist der Stadtmission zu verdanken, die auch das besagte Beschäftigungsprojekts leitet. Vor einigen Monaten stellte sie die ersten von inzwischen fast 100 hölzernen Blumenkübeln in nahezu allen Teilen Gaardens auf, jetzt war die Elisabethstraße an der Reihe.

Statt auf Holz setzte die Stadtmission in dieser Straße auf Beton, denn dort schien die Gefahr doch zu groß, dass zu leichte Behälter einfach mitgenommen werden. Das wird mit den 40 mal 80 Zentimeter großen Betonkübeln im wörtlichen Sinn schwer, denn inklusive Erde bringen sie 140 bis 150 Kilogramm auf die Waage. Stolz ist die Stadtmission auf ihre Truppe des vom Jobcenter Kiel geförderten Projekts „Erst die Arbeit“. Die langzeitarbeitslosen Teilnehmer bauten und bepflanzten nicht nur mit wachsender Begeisterung die Holzkübel, sondern fertigten auch die Betonvariante an. „Es macht ja Spaß“, meint Daniel Lohse, der schon gar nicht mehr zählen kann, wie viele Kübel er gefertigt hat.

Sollte Not am Grün sein, wollen sich die Projektteilnehmer auch um die Pflege kümmern, der Normalfall soll das aber nicht sein. Vielmehr warb das Wirtschaftsbüro unter den Geschäftsleuten der Elisabethstraße um Kübelpaten und wurde laut Jasmin Tarhouni „mit offenen Armen empfangen“. Manche Ladenbesitzer, so staunt sie, wollten sogar zehn Behälter auf einmal haben.

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