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40-Jähriger gesteht Tötung seiner Frau

Bluttat in Kiel 40-Jähriger gesteht Tötung seiner Frau

Es ist der Prozess, der auf die grausame tödliche Messerattacke im März folgt: Bereits zum Auftakt am Mittwochmorgen hat ein 40-Jähriger vor dem Landgericht Kiel die Tötung seiner 34-jährigen Frau in Neumühlen-Dietrichsdorf gestanden. Der Fall hatte über Kiel hinaus für Entsetzen gesorgt.

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Prozessauftakt am Landgericht Kiel: Der Angeklagte soll die 34-Jährige aus Hass mit 23 Messerstichen getötet haben.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Der Angeklagte gab zu, seine Frau und Mutter dreier gemeinsamer Kinder aus Hass in der Nähe der Kindertagesstätte am Wasserturm getötet zu haben. „Ich schäme mich für das Schreckliche und Furchtbare, was ich meiner Frau und meinen Kindern angetan habe“, heißt es in einem Schreiben, das einer der Verteidiger des Angeklagten zu Prozessbeginn vor dem Landgericht verlas. Nichts könne die furchtbare Tat entschuldigen, schrieb der 40-Jährige demnach.

23 Mal habe er mit dem Messer auf sie eingestochen, lautet der Vorwurf der Ermittler. Er durchtrennte ihr auf offener Straße beide Halsschlagadern, sagte die Staatsanwältin. Die Tat sei als heimtückischer Mord aus niedrigen Beweggründen zu werten. Offen blieb lange, ob ein psychologisches Gutachten zur Schuldfähigkeit des Mannes angefertigt werden sollte.

Kind musste die Tat offenbar mit ansehen

Die 34-Jährige hatte sich nach mehreren Gewalttaten von ihrem Mann getrennt. Das Sorgerecht für die drei gemeinsamen Kinder war ihr zugesprochen worden. Die Frau war auf dem Weg, den fünfjährigen Sohn in die Kita in der Nähe der Toni-Jensen-Schule zu bringen, als sie von hinten angegriffen wurde. Der kleine Sohn sah die Tat offenbar mit an. Er soll danach völlig verstört in die Kita gelaufen sein. Seine Mutter verblutete auf dem Bürgersteig.

Die Kinder sind mittlerweile bei Verwandten in einer anderen Stadt untergebracht, wie das Jugendamt Kiel bestätigte. Der Prozessauftakt fand am Morgen große öffentliche Beachtung. Der Zuschauersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Zehn Nebenkläger aus dem engsten Familienkreis sind zugelassen. Das Schwurgericht hat vier weitere Verhandlungstage festgesetzt.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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