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Sperrgebiet rechtzeitig verlassen

Bombenentschärfung in Kiel Sperrgebiet rechtzeitig verlassen

Vor der Entschärfung der vier Weltkriegsbomben am Freitag im Bereich der Theodor-Storm-Schule in Kiel appellieren Stadt und Polizei an die Bewohner des Sperrbezirks, diesen rechtzeitig bis 8.30 Uhr zu verlassen.

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Am Freitag werden vier Bomben in Kiel entschärft.

Quelle: dpa (Archiv)

Kiel. Das ist unabdingbar dafür, dass die Experten vom Kampfmittelräumdienst um 10 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen können. Sie müssen eine Bombe nach der anderen unschädlich machen, denn falls es zu einem Unglück kommen sollte, wäre nur ein Team betroffen. 

Bürgermeister Peter Todeskino und der amtierende Ordnungsdezernent, Gerwin Stöcken, werden den Gefahrenbereich zum Zeitpunkt der Entschärfung meiden, um die Spezialisten nicht bei ihrer Arbeit zu stören. Todeskino bittet die Bürger im Interesse der eigenen Sicherheit, den Anordnungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Auch die Polizei bittet dringend darum, die Sperrzone zeitig zu verlassen.

„Sollten während der Entschärfung der vier Bomben noch Personen innerhalb des Gefahrengebietes angetroffen werden, müssen die Experten ihre ohnehin schwierige Arbeit unterbrechen. Das gefährdet ihr Leben“, sagte Oliver Pohl, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel. Der Grund: Eine unfreiwillige Pause bei der Arbeit an dem Blindgänger stelle eine enorme zusätzlich Gefahr für die Männer dar, weil die Zündsysteme nach über 70 Jahren unberechenbar seien, so der Polizeisprecher. 

Die Spezialisten haben vier Blindgänger gefunden, von denen einer unter einem Klassenzimmer der Schule lag und ein andere vor einem Kindergarten. Die Bomben sollen in einem guten Zustand sein. Die Experten rechen mit einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden, sollte es keine Komplikationen geben. Während dieser Zeit sind der Ostring sowie Schönberger Straße und Werftstraße gesperrt.

Autofahrer sollen Ostufer meiden

Damit ist das Ostufer im Bereich der Schwentine und der Gemeinden Kitzeberg, Mönkeberg, Heikendorf, Laboe und weitere abgekoppelt. Die Stadt hat keine Umleitung ausgewiesen. Der Bereich sollte über B76 und B202 über Dobersdorf und Probsteierhagen weiträumig umfahren werden. „Autofahrer meidet in dieser Zeit das Ostufer!“, sagte Todeskino. 

Für die betroffenen Bürger steht die Turnhalle der Ellerbeker Schulen im Klausdorfer Weg 64 ab 8 Uhr zur Verfügung. Hier können diese sich während der Entschärfung der Bombe aufhalten. „Wir wünschen allen am Einsatz Beteiligten viel Glück und Erfolg, vor allen den Männern des Kampfmittelräumdienstes, die einen für uns heldenhaften Einsatz immer wieder für die Bürgerinnen und Bürger riskieren“, sagten Todeskino und Stöcken.

Donnerstag zwischen 8 und 18 Uhr, sowie am Freitag ab 7 Uhr ist ein Bürgertelefon unter Tel. 0431/5905221 geschaltet. Hier sollten sich Personen melden, die gesundheitlich nicht in der Lage sind, ihre Wohnung ohne Hilfe zu verlassen. Mitarbeiter der Stadt verteilen Donnerstag Handzettel an die betroffenen Bürger. Infos unter www.kiel.de/sicherheit.

Busse werden umgeleitet

Während der Evakuierung leitet die KVG die Buslinien 1, 2, 9, 11, 100, 101, 22 und 72 um. 

  • Die Linie 1 fährt bis zur Haltestelle „Flüggendorfer Straße“ – dann über Diedrichsdorf und die alte Schwentinebrücke  zur Ersatzhaltestelle Wellingdorf. Hier ist auch die Abfahrt in Richtung Krooger Kamp. Die Haltestelle  „Seefischmarkt“ kann nicht bedient werden.
  • Die Linie 2 kann die Haltestelle „Wischhofstraße“ nicht anfahren.
  • Bei der Linie 9 können die Haltestellen „Philipp Reis Weg“, „Ellerbeker Schule“,  „Ellerbeker Markt“, „Kieler Kuhle“, „Seefischmarkt“ und „Wellingdorf“ nicht bedient werden.
  • Die Linie 11 fährt bis zur Haltestelle „HDW“ und dann nicht weiter. Die Anfahrten an den Haltestellen „HDW >Wellingdorf“, „Große Ziegelstraße“,  „Franziusallee“, „Ellerbeker Markt“, „Kieler Kuhle“, „Seefischmarkt“,  „Wellingdorf“, „Grenzstraße“, „Fachhochschule“, „Salzredder“, „Herrmannstraße“, „Pillauerstraße“ und „Johannesburger Str. > Wik“ entfallen.
  • Die Linie 101 und 100 fahren über die B76 und den Wehdenweg. Alle Haltestellen zwischen  "Karlstal" und  "Tiefe Allee" können nicht bedient werden.
  • Die Busse der Linie 22 können die Haltestellen  „Stoschstraße“, „Ernestinenstraße“, „Hollmannstraße“, „Stadtrat Hahn Park“, "Schwanenseeplatz", Philipp Reis Weg" und "August Siever Ring"  nicht anfahren.

Ausführliche Umleitungshinweise sind der Homepage www.kvg-kiel.de zu entnehmen.

VKP-Busse fahren ohne Fahrplan

  • Während der Vollsperrung verkehren VKP-Busse der Linie 200/210 (Schönberg-Kiel) im Pendelverkehr zwischen Schönberger Strand/Stakendorf und Wellingdorf. Dies erfolgt ohne Fahrplan.
  • Die Busse der Linie 201 verkehren im Pendelverkehr als „Schnellbus“ über das Rastorfer Kreuz zwischen Schönberg und Kiel. In Schönberg werden nur die Haltestellen „Ostseestraße“, „Hühnerbek“ und „Bahnhof“ bedient. Es existiert hierzu kein Fahrplan.
  • Die Linie 102 (Laboe-Kiel) fährt ohne Fahrplan zwischen Laboe und Wellingdorf.

Zusätzliche Fährverbindung

  • Die SFK setzt auf der Schwentinelinie F2 ein Zusatzschiff ein. Die erste Abfahrt ab Dietrichsdorf ist um 8.38 h in Richtung Westufer. Zum Schiff gelangen die Fahrgäste mit einem KVG-Shuttlebus der Linie 11, der von Dietrichsdorf während der Bombenentschärfung nach Wellingdorf pendelt. Von der Haltestelle Grenzstraße aus sind es nur wenige Minuten zum Anleger Dietrichsdorf.

Sollte der Verkehr auf den Schwentinebrücken zum Erliegen kommen, könnten die Fahrten der Linien 200, 210 und 102 in Schönkirchen abgebrochen werden.

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Ein Artikel von
Günter Schellhase
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Foto: Die Theodor-Storm-Schule in Kiel: Am Freitag werden hier vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Es wird die umfangreichste Bombenentschärfung der vergangenen Jahrzehnte in Kiel. „Selbst die Profis des Kampfmittelräumdienstes können sich an keine vergleichbare Herausforderung erinnern“, sagte Oliver Pohl, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel.

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