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Investoren stehen in den Startlöchern

Bootshafen Kiel Investoren stehen in den Startlöchern

Am Bootshafen rüsten sich Anlieger und Investoren zur Neugestaltung des gesamten Quartiers. Am Spielcasino und Förde-Parkhaus sind Umbauarbeiten mit einem Gesamtvolumen von fast einer Million Euro bereits gestartet.

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Am Bootshafen tut sich was: Zwischen Kaistraße (links) und Andreas-Gayk-Straße (rechts) soll noch in diesem Jahr der erste Spatenstich für ein großes Neubauprojekt mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro erfolgen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Auch das gewaltige Neubauprojekt zwischen Andreas-Gayk- und Kaistraße mit einer Investitionssumme von voraussichtlich 50 Millionen Euro kommt weiter voran.

Wie berichtet, will die Deutsche Immobilien AG (DI) als Eigentümerin des 6800 Quadratmeter großen Filet-Grundstücks im Herzen der Innenstadt unter anderem ein Hotel mit rund 160 Zimmern inklusive Blick auf den Bootshafen bauen. „Ein Pächter für das Design-Hotel in der Drei-Sterne-plus-Kategorie ist jetzt gefunden, die Vertragsunterzeichnung steht unmittelbar bevor“, erklärte der Geschäftsführer der DI-Entwicklungsgesellschaft, Henning Laubinger, auf Nachfrage. Den Namen des „renommierten“ Betreibers wollte Laubinger allerdings noch nicht nennen.

Die zwischenzeitliche Nutzung der ehemaligen Markthalle von der Stadt zur Unterbringung von Transitflüchtlingen gegen einen symbolischen Mietpreis von einem Euro habe zu keinerlei Verzögerungen der Planungen geführt. Wie berichtet, dienten die Räume von Anfang Oktober 2015 an als Nachtlager für die Flüchtlinge. Inzwischen habe die Stadt den Mietvertrag aber wieder gekündigt.

Spatenstich im Herbst

Mit dem ersten Spatenstich rechnet Laubinger im Herbst dieses Jahres. Denn erst Mitte 2016 laufe der Mietvertrag des Hotels am Schwedenkai aus. Die aktualisierte Planung der DI sehe jetzt statt der zunächst angedachten 180 nun etwa 90 komplett eingerichtete „Boardinghaus“-Appartements vor. Im Gegenzug steige die Zahl der zunächst ursprünglich geplanten 80 Eigentumswohnungen. Um wie viel genau, stehe aber erst nach dem Ende der Planungsphase fest.

Sicher ist hingegen, dass zwei Anlieger im Bootshafenquartier entgegen zunächst anderslautender Gerüchte oder Pläne nun doch am angestammten Platz bleiben: das Förde-Parkhaus sowie die Spielbank, die sich inzwischen „Casino Kiel“ nennt. Wie berichtet, gab es im Sommer vergangenen Jahres kurzzeitige Überlegungen eines Standortwechsels der Vergnügungsstätte. Doch die sind jetzt vom Tisch. Stattdessen wird am angestammten Standort (seit 1996 am Bootshafen) kräftig investiert.

Weiträumige Modernisierung

Sichtbares Zeichen dafür ist die neue Fassade mit dem ebenfalls neuen Logo „Casino Kiel“. Auch der Eingangsbereich wurde überarbeitet und mit neuer Beleuchtungsanlage versehen. Im Inneren des Casinos, für das das Land als Hauptgesellschafter nun die Konzessionslaufzeit bis 2026 verlängerte, soll im Laufe des Jahres noch ein neuer Teppich verlegt sowie die Klimaanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Laut Angaben der Casino-Geschäftsleitung werden insgesamt rund 750000 Euro in die Modernisierung investiert.

Auch im Förde-Parkhaus an der Ecke Hafenstraße/Kaistraße laufen die ersten Modernisierungsarbeiten, für die insgesamt rund 200000 Euro veranschlagt werden. Bereits abgeschlossen ist die Erneuerung der Ein- und Ausfahrt inklusive der Schrankenanlage. Derzeit arbeite man an der technischen Einrichtung eines neuen Systems, das Kunden künftig auch die Zahlung mit EC-Karten ermögliche, erklärte Parkhaus-Verwalter Sven Massing auf Nachfrage.

Das sei aber nur der erste Schritt für weitere Modernisierungen. Noch vor der Sommersaison soll das Treppenhaus gestrichen sein und neue Türen erhalten. Etwas länger warten wolle man mit einer neuen Fassadengestaltung. „Denn die soll möglichst auf die Neubauten am Bootshafen abgestimmt sein. Doch wie die mal aussehen sollen, wissen wir noch nicht.“ Ebenfalls noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen seien Überlegungen, die vergleichsweise schmalen Stellplätze an die heute übliche Breite der Autos anzugleichen.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

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