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Zufriedenheit zur Halbzeit

Bootshafen Zufriedenheit zur Halbzeit

Zur Halbzeit des 8. Bootshafensommers von Kiel-Marketing e.V. strömten an den vergangenen drei Wochenenden ungefähr 30000 Besucher an den Kieler Bootshafen. Spielt das Wetter mit, dürfte bis zum Ende des Musik-Programms auf der schwimmenden Bühne am 27. August ein neuer Besucherrekord stehen.

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Die Plattform im Bootshafen wird in diesen Wochen zur schwimmenden Bühne für 100, meist jüngere Bands, die dafür nur eine geringe Aufwandsentschädigung erhalten.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. „Mit dieser Resonanz sind wir natürlich super zufrieden“, freute sich Johannes Hesse über das Zwischenfazit. Zwar seien in der Spitze nicht mehr Leute an den Bootshafen gekommen als in den vergangenen Jahren. Dafür sei die Gesamtbesucherzahl gestiegen. Der Veranstaltungsleiter von Kiel-Marketing berief sich auf das Ergebnis einer Bachelorarbeit. Die habe ergeben, dass sich das Gros der Besucher zwischen eineinhalb und zwei Stunden am Bootshafen aufhalte. Dann kämen neue. So seien für das acht- bis zehnstündige Programm 5000 Besucher pro Tag errechnet worden.

 Tatsächlich lockte die Open-Air-Bühne für junge Musiker – am Freitag und Sonnabend traten 16 Gruppen auf – ein bunt gemischtes Publikum. Darunter waren natürlich die Fans der jeweiligen Bands. Doch auch für zahlreiche Tagestouristen bedeutete der Bootshafensommer eine nette Abwechslung. Da passte es, dass erstmals auch ein reichhaltigeres Gastronomieangebot angeboten wurde. „Mit dem Programm wollen wir auch zur Belebung der Kieler Innenstadt beitragen“, sagte Johannes Hesse. Gleichzeitig sei es gelungen, eine Bühne für jüngere Bands zu schaffen. Bis zum Ende des Bootshafensommers werde es insgesamt 100 Auftritte geben. Dabei arbeite Kiel-Marketing mit lokalen Musikpartner und größeren wie kleineren Sponsoren sowie dem Kieler Kulturamt zusammen. Nur so sei es möglich, etwa 60000 Euro für alle zwölf Veranstaltungstage zu generieren. Geld, das allerdings gerade ausreiche, um den Bootshafensommer am Leben halten zu können. Alle Bands würden nur eine geringe Aufenthaltsentschädigung bekommen. „Wir kämpfen immer ums Überleben“, sagte Johannes Hesse.

 Für Stefanie Frahm war der Bootshafensommer ein Volltreffer. Weil die Padenstedterin Livemusik liebt, wurde die 35-Jährige von Freundinnen, Schwester und Mutter zum Jungesellinnenabschied in die Landeshauptstadt entführt. „Das ist genau mein Ding“, freute sich Stefanie, die am 9. September heiratet. Vorher feierte die Gruppe ausgiebig in Kiel. Das Programm des Bootshafensommers bietet auch an den drei kommenden Wochenenden ein abwechslungsreiches Programm. Bereits am Freitag, 12. August, geht’s weiter.

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