19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Schöne Flügel statt Gefängnistor

Botanischer Garten in Kiel Schöne Flügel statt Gefängnistor

Der Botanische Garten ist um eine Attraktion reicher: Mit einem kleinen Festakt haben Künstler und Verantwortliche am Dienstag das neue große Tor am Haupteingang eingeweiht. Der kreative Zugang löst das Provisorium ab, durch das die Besucher seit 2009 strömten. Möglich gemacht hatte die schöne Öffnung der Freundeskreis des Botanischen Gartens, der 25000 Euro spendete.

Voriger Artikel
Sicherheit hat höchste Priorität
Nächster Artikel
„Mein Schiff 4“ erreicht den Hafen

Sie freuen sich über das neue Tor (von links): Hans Kinzig vom Freundeskreis, die beiden Künstler Isabel und Kurt Lange, Kustos Martin Nickol und der technische Leiter des Botanischen Gartens, Michael Braun.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. „Im Jahr 2009 wurde auch der neue Weg eröffnet. Seitdem haben wir uns auf den Weg gemacht, den Garten weiter zu verschönern“, sagte Martin Nickol, Kustos der Anlage. Die Torflügel seien offene Schwingen, die Wissenschaft und Kultur verknüpften und die Besucher dazu brächten, zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Er spielt damit auf die 20. Kunstausstellung mit Skulpturen an, die in wenigen Tagen im Garten eröffnet wird. Nickol hat noch mehr Jubiläumszahlen parat: „Das Tor kommt pünktlich zum 30-jährigen Bestehen des Gartens und zu 350 Jahre Christian-Albrechts-Universität.“ Es sei ein neuer Trichter entstanden, der die Besucher in den Garten mit seinen zehn Kilometer Wegen hineinführt. Die Anlage ist acht Hektar groß, 3000 Quadratmeter sind unter einem Glasdach. Insgesamt wachsen und gedeihen hier 14000 Arten. „Das sind viermal mehr als in Deutschland beheimatet“, sagte Nickol.

 Hans Kinzig, Vorsitzender des Freundeskreises, war stolz auf das „freundliche Entree“. Der alte Zugang habe wie ein Gefängnistor ausgesehen. „So kam die Idee auf, etwas Passendes zu machen“, sagte er. Von ersten Zeichnungen, einem Modell bis hin zum eingebauten Eingang seien nur wenige Monate vergangen. „Wir sind stolz darauf, das Tor jetzt der Christian-Albrechts-Universität zu übergeben“, so Kinzig. Das Künstlerehepaar Isabel und Kurt Lange aus Bredeneek bei Preetz freute sich über die Anerkennung seiner kreativen Arbeit. „Bei den Pflanzen auf dem Tor haben wir uns teilweise an die Gewächse hier im Garten gehalten, andere selbst gestaltet“, sagte Isabel Lange. Etwa zwei Monate hätten die Schmiedearbeiten gedauert. Und da das Eisen anschließend verzinkt wurde, wird es ewig halten und noch zahlreichen Besuchern den Weg in Kiels größten Garten weisen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Günter Schellhase
Digitale Angebote

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige