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Kiels Zukunft auf 150 Seiten

Buch über Yooweedoo-Projekte Kiels Zukunft auf 150 Seiten

Die Zukunftsmacher Kiels stellen sich vor. Ganz anachronistisch, ganz analog. Ein Buch über die 31 zukunftsmachenden Projekte des Programms Yooweedoo schrieben die Studentinnen Irina Bartmann und Teresa Inclàn.

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Teresa Inclàn (links) und Irina Bartmann präsentieren die Zukunft Kiels in klassischer Buchform.

Quelle: Fatima Krumm

Kiel. Yooweedoo ist ein Ideenwettbewerb der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, bei dem Projekte für mehr Nachhaltigkeit, mehr Gerechtigkeit und ein Stück Weltverbesserung gefördert werden.

„Die Projekte haben alle einen gesellschaftlichen Anspruch“, sagt Christoph Corves, Projektmanager von Yooweedoo und Professor für Geographie und Medien. Die Intention sei, praktische Erfahrungen mit eigenen Ideen zu sammeln. Die Projektmitarbeiter stehen dabei beratend zur Seite. Seit fünf Jahren starten die Studierenden im Wintersemester mit der Planungsphase ihrer Ideen, im Sommersemester setzen sie das Konzept in einer sechsmonatigen Pilotphase um. „In der Zeit können Strategien ausprobiert werden. Ein Drittel aller Projekte werden nach den sechs Monaten weitergeführt, manche münden in der Gründung einer GmbH“, erklärt Corves. So entstand zum Beispiel das bekannte Glückslokal, ein Verein zum Tauschen von Gütern jedweder Art, einst aus einer Idee des Wettbewerbs. Gefördert werden die Studierenden mit maximal 2000 Euro in der Startphase. Aktuell fördert Yooweedoo über 30 Projekte, 40 Prozent davon in Kiel, 60 Prozent im gesamten Bundesgebiet. „Mittlerweile wird der Ideenwettbewerb auch an deren Universitäten angeboten“, erzählt Projektmanager Felix Wenning, „wir stellen unsere Lernprogramme diesen Unis online zur Verfügung.“

Bandbreite deutlich machen

„Ziel des Buchs über Yooweedoo war es die Bandbreite der verschiedenen Projekte zu zeigen und wie man sie umsetzen kann“, erläutert Teresa Inclàn, Masterstudentin des Studiengangs Sustainabilty, Society and the Environment (Nachhaltigkeit, Gesellschaft und Umwelt). „Die persönlichen Gespräche mit den Yooweedoo-Teilnehmern sollen zeigen, dass Leute wie du und ich etwas bewirken und umsetzen können“, ergänzt Studentin Irina Bartmann zur Intention. So erfährt der Leser, dass die Vorlage der mobilen Leihaschenbecher, die am Strand und auf dem Campus stehen, aus Frankreich stammt oder wie der Campus zu den Leihfahrrrädern kam. Bartmann selbst wirkte ebenfalls bereits an dem Projekt „Werk statt Konsum“ mit. Dort können alle Bürger zum Heimwerken kommen, sodass recycelt statt weggeworfen wird. Um die Strategie des Empowerments – des Anregens und Selbermachens – von Yooweedoo auch ins Buch zu tragen, stehen zu jedem Projekt Tipps und Anleitungen zum Nachmachen für mehr Umweltbewusstsein oder gesünderes Essen.

Ein Jahr lang arbeiteten die Studentinnen mit einem Redaktionsteam an dem Buch, gestaltet wurde es von der Muthesius Kunsthochschule. Warum ein Buch im digitalen Zeitalter in Frage kam, ist für Christoph Corves klar. „Erst wenn man es mal in die Hand nimmt, fällt auf, wie viel in Kiel eigentlich passiert.“ Zudem können Sponsoren, Partner und solche, die es werden wollen, sich so einen guten Überblick verschaffen.

Hier gibt es das Buch

Zu kaufen gibt es „Die Zukunftsmacher – Kiel“ bei Unverpackt und per E-Mail an kontakt@inspirum.de zum Selbstkostenpreis von 20 Euro.

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Ein Artikel von
Fatima Krumm
Volontärin

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