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Bürgerbegehren zu Katzheide kommt

Kiel Bürgerbegehren zu Katzheide kommt

Wenn die Kielerinnen und Kieler am 8. November über Olympia abstimmen, dürfen sie möglicherweise zugleich über den Fortbestand des Sommerbads Katzheide entscheiden. Ein entsprechendes Bürgerbegehren ist auf den Weg gebracht, mit Unterschriftensammlungen will der Verein „Katzheide: Ja!“ in wenigen Wochen beginnen.

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Andreas Regner, Uwe Hagge und Hartmut Jöhnk (von links) sind Vertretungsberechtigte für das Bürgerbegehren zu Katzheide.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Das Bürgerbegehren wurde nach Auskunft des Vereins am 26. Mai im Kieler Rathaus eingereicht. Die Fragestellung lautet dabei schlicht und einfach: „Sind Sie für den Erhalt des Schwimmbades Katzheide?“ Bis zum 26. Juni hat die Verwaltung nun Zeit, den Sachverhalt zu prüfen und auszurechnen, welche Kosten im Fall eines erfolgreichen Bürgerbegehrens zu erwarten wären.

Dies ist ebenso gesetzlich vorgeschrieben wie der Fakt, dass die Initiatoren bis zu drei Vertretungsberechtigte ernennen müssen. Im Fall Katzheide sind dies der Gaardener Pastor Uwe Hagge, der vor 20 Jahren mit der Grundsanierung des Bades betraute Bauingenieur Hartmut Jöhnk sowie der Gartenbau-Wirtschafter Andreas Regner. Dieses Trio soll gemäß den Regularien als Bindeglied zwischen Stadtverwaltung und Unterzeichnern dienen.

„Katzheide ist ein Ort, an dem Integration auf ganz natürliche Weise gelingt“: Mit diesen Worten erklärt Uwe Hagge seine Motivation und bekräftigt, dass noch so viele Sozialarbeiter kaum derart durchschlagende Effekte bewirken könnten: „Hier funktioniert einfach etwas“. Hartmut Jöhnk betont derweil, dass das Gaardener Freibad vor 60 Jahren gebaut worden sei, weil das Ostufer keinen Zugang zum Wasser gehabt habe. „Das ist heute immer noch so, deshalb ist es Unsinn, Katzheide zu schließen, wenn das Zentralbad an der Hörn fertig ist“, meint Jöhnk. Derweil behauptet Andreas Regner, dass Katzheide den geringsten Zuschussbedarf aller Kieler Bäder aufweise und ein Weiterbetrieb ökologisch allemal sinnvoller sei als der Neubau an der Hörn.

Entsprechend zielt das Bürgerbegehren darauf, Katzheide über den für 2017 vorgesehenen Eröffnungstermin des Zentralbads hinaus zu sichern. Die Formulierung der Fragestellung sei mit der Kommunalaufsicht abgesprochen, und die habe damit „kein Problem“, versichert Regner.

Ende Juni könnten also die Katzheide-Befürworter damit beginnen, Unterschriften zu sammeln. Etwa 35 sind nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden Jens Müller derzeit im Verein organisiert, Unterstützung sei darüber hinaus von zahlreichen weiteren Seiten zugesichert worden.

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren sind die Unterschriften von vier Prozent der wahlberechtigten Kieler nötig. Das würde knapp 8000 Jastimmen entsprechen. Die Ratsversammlung müsste sich dann noch einmal mit dem Thema befassen. Schlösse sie sich dem Votum an, wäre der Fall erledigt und Katzheide gesichert. Im anderen Fall würde ein Bürgerentscheid folgen. Bei dem wiederum wären die Katzheide-Anhänger erfolgreich, wenn sie eine Mehrheit erhielten und diese Mehrheit mindestens acht Prozent der wahlberechtigten Kieler, also etwa 16000 Stimmen, entspräche.

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