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Busse fahren ab Mittwoch wieder regulär

KVG-Streik Kiel Busse fahren ab Mittwoch wieder regulär

Die Busse der KVG fahren ab Mittwochmorgen wieder nach Fahrplan. Dies teilte das Unternehmen am Dienstagnachmittag mit. Damit soll der Fahrer-Streik nach gut 24 Stunden enden.

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Die Busfahrer wollen einen Demonstrationszug vom KVG-Depot in der Werftstraße Richtung Hauptbahnhof starten.Dienstagmorgen streikten die Busfahrer der KVG in Kiel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. In Kiel und Umland stehen am Dienstag die Busse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) still: Alle 460 Busfahrer traten ganztägig in einen Warnstreik. Um 10 Uhr zog ein Demonstrationszug mit 150 Busfahrern von dem Busdepot in der Werftstraße bis zum Hauptbahnhof.

Die meisten Fahrgäste sind, anders als beim letzten Streik, auf den Streik vorbereitet. Sie weichen auf Taxen aus, nehmen das Auto, bilden Fahrgemeinschaften oder gehen zu Fuß. Dementsprechend war das Verkehrsaufkommen am Morgen in der Stadt höher. Gestrandete oder wartende Gruppen am Hauptbahnhof oder anderen Verkehrsknotenpunkten gab es hingegen nur vereinzelt. "Es ist recht ruhig heute. Der Streik war ja auch schon tagelang bekannt und wurde über die Zeitung und Radio verbreitet", sagte KVG-Sprecherin Andrea Kobarg.

Am Dienstag bestreikt die Gewerkschaft Verdi den Kommunalen Nahverkehrsbetrieb in Kiel. 150 KVG-Mitarbeiter demonstrieren.

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"Über den Tag verteilt beteiligen sich heute in Kiel 300 Busfahrer aktiv am Streik", berichtete Sabine Flechtner von Verdi. 150 von ihnen zogen laut trillerpfeifend um 10 Uhr vom KVG-Gelände in der Werftstraße bis zum Hauptbahnhof.

Der Warnstreik betrifft am Dienstag jedoch nicht nur den städtischen Busverkehr in Kiel, sondern auch Aktivbus Flensburg. Am Montag streikten bereits die Busfahrer der Betreibe Stadtverkehr Lübeck und SWN Verkehr Neumünster ganztägig. Die Busse der Autokraft sind vom Streik nicht betroffen, die Linien 501/502 und 900/901/902S fahren daher in Kiel planmäßig.

Ziel des Warnstreiks sei es, so Verdi-Verhandlungsführer Gerhard Mette, „die aktuellen Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr zu einem ordentlichen Ergebnis zu führen". Mette erlebte den Morgen nach eigen Aussagen vor allem als Verkehrschaos. Auf dem Weg mit dem Auto zum Streikposten habe er selbst in der Werftstraße im Stau gestanden: "Es ist doch erheblich mehr Verkehr auf den Straßen als sonst. Der Streik hat also Auswirkungen, das soll er aber auch, damit es in den Verhandlungen vorangeht."

Von Karen Schwenke, Thomas Eisenkrätzer, Niklas Wieczorek und Julia Carstens

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KVG-Busfahrer streiken
Foto: Die KVG-Busfahrer sind am Dienstag ganztägig im Ausstand.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Busfahrer zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. So bleiben am Dienstag auch Busse der KVG im Depot. Die Arbeitsaussetzung soll bis zum Abend andauern.

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