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Programmieren - eine Frage der Geschicklichkeit

CAU Kiel Programmieren - eine Frage der Geschicklichkeit

Das Projekt „Lighthouse“ wurde als Projekt zum 350-jährigen Bestehen der Kieler Universität entwickelt. Das war vor zwei Jahren. Doch die 14-stöckige Fassade des „Blauen Christian“, des markanten Hochhauses an der Olshausenstraße, leuchtet immer mal wieder in bunten Farben.

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Mit Spannung verfolgen die Studierenden vom Audimax aus, ob die von ihnen entwickelten Softwareprogramme auf dem größten Display der Stadt, der Fassade des Uni-Hochhauses, zum Laufen gebracht werden können.

Quelle: vr

Ravensberg. Jetzt nutzen Informatikstudenten Kiels größtes Display für Studienzwecke. Für die Erstsemester ist die Teilnahme an dem Programmierkursus Pflicht. Dabei, so erläutert Prof. Reinhard von Hanxleden, sollen Grundprinzipien der Softwaretechnik erkannt werden. Die Studierenden sollen mit der Technik aber auch experimentieren. Neue Geschicklichkeitsspiele aus dem Genre „Jump and Run“ bilden dabei die Grundlage. In einer zweiwöchigen Projektphase am Ende des Semesters haben die Studierenden daran gearbeitet, ihre Videospiele auf dem „Lighthouse“ zum Laufen zu bringen. Wie die geschriebene Software dann tatsächlich auf der Hochhausfassade mit seiner unglaublichen 43-Meter-Bildschirmdiagonale (1700 Zoll) aussieht, haben an zwei beiden Abenden immerhin mehr als 100 Erstsemester (sogar einige Angehörige sind gekommen) live ausprobiert. Und das, obwohl dieser Part freiwillig ist.

„Klar ist Mathe an der Uni hart"

„Es ist spannend zu sehen, ob die Umsetzung unserer Software tatsächlich klappt“, erzählen Lars Jürgen und Lorenz Boguhn. Die beiden 19-Jährigen haben ein „relativ einfaches Spiel“ durchs Programmieren um weitere Bilder ergänzt. Lange sitzen sie am Donnerstagabend an ihrem Laptop und versuchen, eine WLAN-Verbindung zum Hochhaus herzustellen. Doch die Leitung kommt nicht zustande. „Es ist trotzdem interessant und macht Spaß“, sagen sie und verfolgen die Farbspiele ihrer Kommilitonen auf der Fassade. Dass so viele Erstsemester freiwillig ins Audimax gekommen sind, freut sie. Davon, dass von den 340 Informatik-Erstsemestern, die im Herbst an den Start gegangen sind, bereits 180 (53 Prozent) aufgegeben haben, haben sie nichts mitbekommen. „Klar ist Mathe an der Uni hart und hat nichts mit Schulmathematik zu tun“, erzählt auch Gianmarco Salazas Gesell (19). Er und seine beiden Mitstreiter sind überzeugt, dass Studium zu beenden. An den Abenden auch Andreas Boysen, Merlin Kötzing und Chris Kulessa dabei. Die Studierenden sind die eigentlichen „Macher“ des „Lighthouse“-Projekts. Sie sind stets beteiligt, wenn etwas in Zusammenhang mit dieser Installation passiert, also Forschende oder Lehrende eine Projektidee dafür haben und sie umsetzen möchten.

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