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CAU Kiel fordert politisches Bekenntnis

Spitzenforschung CAU Kiel fordert politisches Bekenntnis

Die CAU Kiel will in der Spitzenliga der Forschung bleiben. Deshalb forderte Präsident Prof. Lutz Kipp im Vorfeld der Hochschulrektoren-Konferenz (HRK) in Kiel eine parteiübergreifende Allianz und ein politisches Bekenntnis zur Wissenschaft als der „Schlüsseltechnologie“ für Schleswig-Holstein.

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Professor Lutz Kipp kritisiert: Jahrelang habe die Wissenschaft eine untergeordnete Rolle in der Landesentwicklung gespielt.

Quelle: CAU

Kiel.  Bis 2017 fördern der Bund (zu 75 Prozent) und die Länder Spitzenforschung mit 540 Millionen Euro pro Jahr. Die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) bekam 2012 den Zuschlag für die zweite Phase des Förderprogramms: Das bescherte ihr insgesamt 110 Millionen Euro für die Großforschungsverbünde „Ozean der Zukunft“ und „Entzündung an Grenzflächen“ sowie für die Graduiertenschule „Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften“. Gerade angesichts „wachsender Risiken für den Landeshaushalt“ will CAU-Präsident Kipp auch nach dem Jubiläumsjahr zum 350. Geburtstag der Uni bei der Politik für ein neues Verständnis von Wissenschaftspolitik und -förderung werben.

 Jahrelang habe die Wissenschaft eine untergeordnete Rolle in der Landesentwicklung gespielt, kritisiert er: „Sie wurde eher als Steinbruch für den Landeshaushalt oder als lästige Pflicht in der Bildungspolitik betrachtet. Das war ein Fehler und muss sich ändern.“ Denn jeder Euro, der in die Wissenschaft investiert werde, rechne sich doppelt und dreifach.

 Für Kipp ist die Wissenschaftsförderung von heute die Industriepolitik von morgen. Daher brauche man die „zählbare Unterstützung aller Parteien“ für die Forschung, um dauerhaft den Anschluss an die deutsche und internationale Entwicklung halten zu können.

 Bestärkt sieht sich der Universitätspräsident dadurch, dass sich Spitzenvertreter von mehr als 200 deutschen Hochschulen zum ersten Mal nach 54 Jahren wieder zwei Tage lang zu ihrer Jahrestagung in Kiel treffen. Dies beweise, welch hohes Ansehen der Standort in Deutschland genieße, so Kipp. Die CAU, kündigte er an, wird mit zwei Profil- und Exzellenzzentren für die nächste Förderphase an den Start gehen.

 Die weitere Förderung der Spitzenforschung, deren Vorgaben Bund und Länder erst in den nächsten Monaten festlegen wollen, ist auf der Agenda der Konferenz eines der wichtigsten Themen neben der Integration von Flüchtlingen oder der Bologna-Studienreform.

 Am ersten Tag der Konferenz am Montag wird in der Kunsthalle der mit 25000 Euro dotierte Preis für Hochschulkommunikation vergeben. Die HRK ist der freiwillige Zusammenschluss von 268 staatlichen Universitäten und Hochschulen in Deutschland.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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