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Erst 2018 wieder ins Eiderbad Hammer?

CDU-Sorge Erst 2018 wieder ins Eiderbad Hammer?

Die CDU macht weiter Druck in Sachen Eiderbad und fordert einen umgehenden Einstieg in die Sanierung. Andernfalls, so fürchtet Ratsherr Michael Frey, könnte auch die Saison 2017 schon gelaufen sein.

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CDU-Ratsherr Michael Frey, seine Parteifreundin und Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier und Drachensee-Geschäftsführer Klaus Teske (von links) beim Ortstermin im Eiderbad.

Quelle: Martin Geist

Hammer. Wie berichtet, fällt in dem Bad am Rande der Siedlung Hammer 2016 das Schwimmen aus, weil das Betonbecken stark beschädigt ist. Dies zu beheben, würde in der Betonvariante gut 300000 Euro kosten, in der langlebigen Edelstahlversion noch einmal 200000 Euro mehr. Geld ist kurzfristig im Haushalt der Stadt nicht lockerzumachen, doch immerhin scheint die Schließung des Bades kein Thema zu sein. „Alle sind dafür, dass es weitergeht“, fasste Frey am Donnerstag bei einem Ortstermin den Stand gegenüber seiner Parteifreundin, der Landtagsabgeordneten Barbara Ostmeier aus dem Wahlkreis Pinneberg Elbmarschen, zusammen.

Gleichwohl bekräftigte Frey seine Kritik, dass die Stimmen für den Erhalt der Freizeiteinrichtung „teilweise nur Lippenbekenntnisse“ seien. Die Ratsmehrheit von SPD, Grünen und SSW habe den CDU-Antrag auf 20000 Euro Planungsmittel abgelehnt, im Gegenzug habe Sport-Stadtrat Gerwin Stöcken nun ein etwa ebenso teures Sanierungsgutachten angekündigt. Das aber bringe die Sache nicht wirklich weiter und koste wertvolle Zeit, glaubt Frey.

Drachensee hat weiter Vertrauen

Barbara Ostmeier riet ebenfalls zu zügigem Handeln. In der frisch überarbeiteten Landesrichtlinie zur Förderung von Schwimmstätten sieht sie eine gute Möglichkeit, Fördermittel von bis zu 250000 Euro an Land zu ziehen. Allerdings sei zu erwarten, dass die Kriterien verschärft würden, weil das Geld nicht reicht, sodass nur ein kleines Zeitfenster gegeben sei. „Da muss man jetzt ran“, meint die Politikerin. Gute Chancen fürs Eiderbad sieht sie deshalb, weil dort von der Betreiberin Stiftung Drachensee sechs bis neun Menschen mit Behinderung beschäftigt werden. Und genau auf die „Behindertengerechtigkeit der Infrastruktur“ lege die überarbeitete Förderrichtlinie gesteigerten Wert.

Derweil sagte Drachensee-Geschäftsführer Klaus Teske: „Ich habe ein Grundvertrauen, dass das Bad erhalten bleibt.“ Problematisch könnte es aus seiner Sicht aber werden, wenn die Instandsetzung zu lange dauert und das das Eiderbad beim Publikum möglicherweise in Vergessenheit gerät. Dem will die Stiftung vorbeugen und von Mai an in jedem Fall Präsenz zeigen. „Es gibt da eine Konzeptidee“, beschrieb Teske den Sachstand. Gedacht ist demnach daran, das weiter funktionierende Planschbecken an Wochenenden zu öffnen und dort gemeinsam mit Vereinen der Region „Spaß und Freude für Kinder“ zu organisieren. Spaß und Freude sollen so schnell wie möglich auch die Erwachsenen bekommen, wünscht sich Michael Frey. Er will deshalb in der Ratsversammlung den Antrag stellen, umgehend Fördermittel vom Land zu beantragen.

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Eiderbad
Foto: Auf solches Vergnügen müssen nicht nur Kinder zumindest in diesem Sommer wohl verzichten. Denn das große Becken ist so marode, dass es aufwendig saniert werden muss. Nun prüft die Stadt Alternativangebote wie mobile Wasserspiele oder -rutschen.

Schlechte Nachrichten für Freunde des Freiluft-Badevergnügens: Das Eiderbad Hammer steht dafür in diesem Sommer nicht zur Verfügung. Grund sind massive Schäden an der Beckenfolie und der Betonkonstruktion. Jetzt muss aufwendig saniert werden.

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