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CDU: Kandidatenliste füllt sich

Landtagswahl CDU: Kandidatenliste füllt sich

Vier Männer wollen für die Kieler CDU in den Landtagswahlkampf 2017 ziehen. Nach CDU-Landesvize Tobias Loose (31) und Ratsherr Nue Orohi (45) kündigten jetzt auch der stellvertretende Stadtpräsident Robert Vollborn und Ratsherr Cetin Yildirim von Pickardt (beide 46) ihr Interesse an Direktkandidaturen beim Kreisvorstand an.

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Robert Vollborn sitzt seit 2013 für die CDU in der Ratsversammlung.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Loose und Oroshi gehen dabei in Kiel-West ins Rennen, Vollborn in Kiel-Nord und Yildirim von Pickardt in Kiel-Ost. Die CDU will am 12. März ihre Kandidaten in einer Mitgliederversammlung küren.

 Der Kreisvorsitzende, Bundestagsabgeordneter Thomas Stritzl, zeigte sich mit der Bewerberlage hochzufrieden: Schließlich trete die Partei zum ersten Mal mit zwei Politikern mit Migrationshintergrund, dem Vorsitzenden der Jungen Union, Loose, und dem stellvertretenden Stadtpräsidenten an. Angesichts der Tatsache, dass sich alle drei Wahlkreise immer wieder als SPD-Hochburgen erwiesen, gab er die Losung aus: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren. Wir werden kämpfen.“ Kiel müsse im Landtag vertreten sein, verwies er auch auf die Aufstellung der Landesliste.

 Von einem „interessanten Aufeinandertreffen“ spricht der Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Landessportfischereiverbandes, Vollborn, im Kieler Norden: Denn dort tritt neben der früheren SPD-Ratsfrau Gesine Stück auch Ministerpräsident Torsten Albig an, den er noch aus dessen Zeit als Kieler Oberbürgermeister kennt. Dass Vollborn sich für den Kieler Norden vor allem in den Bereichen Sicherheit, Inneres, Umwelt und Energie stark machen will, liegt für ihn auf der Hand: Hier ging er zur Schule, war bei der Marine und lebt jetzt mit seiner Familie im Forstweg. Von den drei Kieler Wahlkreisen erzielte die CDU im Norden ihr bestes Ergebnis.

 Im Kieler Osten bekommt der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Heinemann, der wieder antritt, Konkurrenz. Christdemokrat Yildirim von Pickardt will auf dem Ostufer mit Authentizität punkten: Er lebt mit Frau und Tochter in Ellerbek, arbeitet als Berater für die Projektgesellschaft Kiel-Gaarden, verfügt nach eigenen Angaben über viele Netzwerke. Sein Profil, sagt der Jurist, der auch fließend Türkisch, Englisch und Aserbeidschanisch spricht, bilde für seine Partei einen Mehrwert im Werben um die Wählergunst. Als seine politischen Schwerpunkte bezeichnet der Sprecher für Personal, Gleichstellung und Migration die Förderung kleinerer und mittelständischer Unternehmen, eine bessere Digitalisierung, Bildung und die Einbindung von Migranten und Flüchtlingen in die Gesellschaft.

 Der Kieler Wahlkreis West erweist sich für die Landtagswahl für Bewerber als besonders attraktiv. Neben den beiden Christdemokraten Tobias Loose und Nue Oroshi haben bisher zwei Sozialdemokratinnen und ein Sozialdemokrat Ambitionen angemeldet, über ein Direktmandat in den Landtag einziehen zu können. Ratsherr Falk Stadelmann sowie die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Özlem Ünsal (Kiel) und Sabrina Jacobs (Rendsburg-Eckernförde) baten in Mitgliederschreiben um Unterstützung. Die Partei, die ihre Kandidaten Anfang Juli aufstellen will, erwartet noch weitere Bewerbungen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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