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Manege frei für das Artistenfrühstück

Circus Roncalli in Kiel Manege frei für das Artistenfrühstück

Nicht nur die Premiere vom Circus Roncalli musste verschoben werden, auch das traditionelle Artistenfrühstück am Karfreitag konnte ohne fertig aufgebautes Zelt nicht wie gewohnt stattfinden. Das holte das rund 80-köpfige Team der „Salto Vitale“-Tour am Dienstag nach.

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Von wegen Kaffee und Zigaretten: Das Artistenfrühstück der Roncalli-Künstler fiel nicht nur gesellig, sondern auch sehr üppig aus. Traditionell findet es am Karfreitag in der Manege statt, musste aber in diesem Jahr – ebenso wie die Premiere – wegen des Sturms verschoben werden.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Wo sonst Pferde tanzen, Clowns ulken und Artisten durch die Lüfte fliegen, gab es Brötchen, Käse, Salate und Schokohasen an weiß gedeckten Tischen. „Die Manege ist unser Wohnzimmer“, sagte Restaurationschef Pascal Raviol (44).

Manege frei für ein üppiges Frühstück, das die große Zirkusfamilie an ihrem spielfreien Tag unter der Zeltkuppel zusammenführte. In der Mitte thronte das Büfett mit allem, was das Herz begehrt, an den Seiten boten lange Tische Platz für ein entspanntes Zusammensein. Damit auch der Roncalli-Koch daran teilhaben konnte, wurde das Essen von einem Kieler Gastronomen geliefert. „Nach dem schweren Aufbau in Kiel sollen sich alle besser kennenlernen“, sagte Geschäftsführer Thomas Schütte. Kiel ist erst die zweite Station der neuen Tour mit Künstlern aus aller Welt. „Viele haben bereits eine Roncalli-Historie, aber gerade bei den Musikern und Requisiteuren gibt es etliche neue Gesichter“, sagte Schütte, dessen eigene Roncalli-Historie bis ins Jahr 1982 zurückreicht. Nach den ersten Vorstellungen kehre nun langsam Ruhe ein.

Viel von Kiel gesehen haben die beiden Trapezkünstler des Duos Sorellas noch nicht, aber sie gastieren ja noch bis zum 19. April in der Stadt. In den vergangenen Tagen haben Christophe Gobet (38) und Jean-Rodrigue Funke (36) ihr Publikum mit atemberaubender Akrobatik beeindruckt. Gestern nahmen sie sich Zeit für das Artistenfrühstück. „Es ist wichtig für die Zusammenarbeit im Team, dass man sich kennenlernt“, betonte Funke. „Man bildet eine Gemeinschaft.“ Seinen Partner am Trapez, Christophe Gobet, hat er 1993 an der Artistenschule in Berlin kennengelernt. Nach verschiedenen Solo-Auftritten starteten sie ihre gemeinsame Karriere 1999 und waren seit 2005 immer wieder bei Roncalli zu bewundern. „Roncalli hat unter Artisten einen hohen Stellenwert.“

Die Balancekünstler der Curatola Brothers, Giuseppe (37) und Emanuel Curatola 32) , haben Glück: Mit ihnen reist die gesamte italienische Großfamilie. Emanuel hat seine Frau Tatyana (31), eine Tänzerin aus der Ukraine, bei Roncalli kennengelernt. Wenn beide arbeiten müssen, passen Emanuels Eltern - „Artisten alter Schule“ - auf Sohn Guido (10) auf. „Wir kennen hier viele Leute von früher, es ist toll, sie alle wiederzusehen“, sagte Emanuel Curatola. Und zum Feiern, da sind sich alle einig, gebe es im Zirkus immer einen Grund.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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