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Kennenlernen am Fuße des Kilimandscharo

Claus-Harms-Gemeinde Kennenlernen am Fuße des Kilimandscharo

Im September 2010 legte die Claus-Harms-Gemeinde mit Standorten in Hasseldieksdamm, Russee und Hammer den Grundstein für eine Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Ost-Kilimanjaro. Eine Delegation reiste jetzt nach Mawanjeni in Tansania, um die Freunde persönlich kennenzulernen. Besonders beeindruckte sie die „Herzenswärme“ und „Gelassenheit“ der Afrikaner.

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Aus der Partnergemeinde Mawanjeni in Tansania haben Susanne Görner (von links), Udo Schultz und Rudolf Görner Fotos, aber auch Geschenke der Gastgeber, darunter Tücher, ein Hemd, Baumrindenbilder, Stofftiere und Ketten, mitgebracht.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Die zehntägige Reise an den Fuß des Kilimandscharo begann für Udo Schultz, Susanne Görner und Rudolf Görner von der „Mawanjeni-Gruppe“ am 10. September in Hamburg. Mit dem Flugzeug ging es nach Amsterdam und von dort aus weiter bis zum Kilimandscharo International Airport, wo sie von Pastor Dani Urio, der zur zwölfköpfigen afrikanischen Partnerschaftsgruppe gehört, abgeholt wurden. „Die Partnergemeinde Mawanjeni hat 5000 Einwohner, das Land ist sehr trocken, die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft, bauen Mais, Sonnenblumen, Hirse, Kaffee, Bananen, Bohnen und Maniok an“, stellt Schultz die Region vor. Etwa 2500 Erwachsene und 1000 Kinder seien evangelisch-lutherische Christen. Die Gemeinde habe vier Kirchen, die Hauptkirche in Mawanjeni biete 300 Leuten Platz, sei eine Fabrikhalle. Die zweitgrößte Kirche in Karango habe Platz für 250 Menschen. Weitere Predigtstellen gebe es in Riatha und Shichawunyi. „Die Gemeinde ist eine Streusiedlung, verteilt sich über 80 Quadratkilometer, es gibt kein Gemeindezentrum, keine Wegweiser, keine Kilometerangaben, die Straßen sind desolat, die Menschen haben meistens in ihren Häusern keinen Strom“, ergänzt Rudolf Görner. Die Gottesdienste seien immer voll, der erste beginne am Sonntag schon um sieben Uhr, danach gebe es für Kinder die „Sunday School“ und einen weiteren Gottesdienst für die Familien. „Eine Orgel gibt es nicht, aber alle vier Kirchen haben einen Chor, alle singen aus vollem Herzen, das hört sich sehr schön an“, berichtet Susanne Görner.

 Die Delegation aus Kiel besuchte Schulen und kam mit den Menschen ins Gespräch. Die Verständigung lief auf Englisch. „Wir haben immer eine Partnerschaft auf Augenhöhe gewollt, die ersten viereinhalb Jahre haben wir uns per E-Mail ausgetauscht“, erläuterte Rudolf Görner. „Jetzt war es schön, die Leute persönlich kennenzulernen.“ Udo Schultz fügt hinzu: „Wir wollten nicht als Lehrer auftreten, sondern wissen, wie die Menschen leben. Es war unglaublich, wie herzlich sie waren, und beeindruckend war außerdem die Gelassenheit und Zufriedenheit der Menschen.“ Auf der Wunschliste steht jetzt der Gegenbesuch der afrikanischen Freunde.

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