4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Marzipan-Erpresser fordert 3 Mio. Euro in Bitcoins

Coop Marzipan-Erpresser fordert 3 Mio. Euro in Bitcoins

Im Erpressungsfall gegen die Handelskette Coop aus Kiel sind neue Details bekannt geworden. Nach Informationen der Kieler Nachrichten fordert der Marzipan-Erpresser eine Summe von drei Millionen Euro, die der Konzern über die digitale Währung Bitcoin bezahlen soll.

Voriger Artikel
C1 – der Schlüssel zum Studium
Nächster Artikel
Handwerk durfte sich etwas sonnen

Nach einer Bombendrohung wurden am Freitag in Kiel drei Schulen durchsucht. Der Unterricht fiel aus.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Kiel. Nach Darstellung eines Coop-Vorstandsmitglieds hat der Täter dafür jedoch einen Weg vorgeschlagen, der schon rein technisch gar nicht möglich sei. Coop wisse nicht, was den Erpresser zu seiner Tat veranlasst habe. In den Mails an das Unternehmen hat der Erpresser als Absender stets die Mailadresse "coopwillpay" ("Coop wird zahlen") verwendet.

Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat der Erpresser in der Nacht zum Freitag drei Kieler Schulen bedroht. Per E-Mail wurden die Schulen gewarnt, dass in den Gebäuden Bomben platziert sein. Daraufhin wurden die Gebäude geräumt und von der Polizei sowie dem Kampfmittelräumdienst mehrere Stunden durchsucht. Es wurden keine gefährlichen Gegenstände gefunden.

Der Fall hatte in der Nacht zum Dienstag begonnen: Die Reventlou-Schule hatte eine Mail mit dem Hinweis bekommen, auf dem Hof seien vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden. Die Marzipanherzen waren mit einer Substanz versetzt worden, die gesundheitliche Beschwerden auslösen kann. Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten aber aus.

Hier sehen Sie Bilder vom Polizeiansatz an Kieler Schulen.

Zur Bildergalerie

Die Polizei fahndet weiter unter Hochdruck nach dem Täter. Das Unternehmen Coop steht seit Monaten ohnehin unter Druck: Nach schlechten Konzernergebnissen steht eine Teilübernahme der Coop eG durch die Kölner Rewe Gruppe offenbar bevor. Experten fürchten in dem Zuge auch um den Standort des Coop-Sitzes in Kiel.

Das sind Bitcoins

Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstand. Sie ist seit 2009 im Umlauf. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen erzeugt, können aber auch im Internet mit etablierten Währungen wie Dollar oder Euro gekauft werden. Sie kommen vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Bitcoins sollen einen Zahlungsverkehr ermöglichen, der unabhängig von Regierungen und Banken funktioniert. Wegen geringer Kontrolle und großer Schwankungen sind Bitcoins umstritten. Als Urheber des Bitcoin-Konzepts gilt eine Figur namens Satoshi Nakamoto. Wer sich dahinter verbirgt, ist ungeklärt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie Frau
Marion N.-Neurode

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Anzeige
Mehr zum Artikel
Hintergründe unklar
Foto: Ein Kampfmittelräumungsexperte der Polizei wird auf seinen Einsatz vorbereitet: Wegen Bombendrohungen werden am Freitag drei Schulen in Kiel gesperrt und durchsucht, hier die Muhliusschule.

Ein Erpresser, der nach Informationen der Kieler Nachrichten von der Handelskette Coop mehrere Millionen Euro verlangt, verbreitet in Kiel Angst und Schrecken. Für seine Forderungen nutzt er stets die selbe E-Mail-Adresse. Die Hintergründe sind jedoch unklar.

mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3