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Coworking Space: Offene Räume für offene Gedanken

Innovationszentrum in Kiel Coworking Space: Offene Räume für offene Gedanken

Noch erinnert der Gebäudeteil im Verlagsgebäude der Kieler Nachrichten mehr an eine Großbaustelle als an einen Ort für Innovationen. Aber ab dem 1. Juli soll dort, wo einst die Logistik das alte städtische Druckzentrum der KN beheimatete, ein hochmoderner „Coworking Space“ sein Zuhause haben.

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Noch ist der künftige Coworking Space der Kieler Nachrichten eine Großbaustelle. Mittelfristig sollen bis zu 2000 Quadratmeter Bürofläche entstehen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel/Hannover. Ein Innovationszentrum also für Start-ups und junge IT-Talente. „Der Coworking Space soll insbesondere den Start-ups in ihrer Gründungsphase Raum und Unterstützung zur Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle bieten“, sagte Ingrid Wernecke, die das Projekt als Geschäftsführerin in diesen Wochen entwickelt, am Dienstag auf der Cebit in Hannover. „Dazu verhelfen wir in Kooperationen mit engagierten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.“ Wernecke verfügt über eine langjährige Erfahrung in der digitalen Welt und hat zuletzt die Abteilung Digitale Medien der Kieler Nachrichten geleitet. „In Kiel fehlt bislang ein Angebot, das in einem Haus alles bündelt, was diese jungen Unternehmen brauchen“, sagte Wernecke während der Präsentation des Projektes in Hannover.

 Gestartet wird zunächst auf einer Fläche von knapp 200 Quadratmetern. Mittelfristig soll aber ein Büroraum auf 2000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, um jungen Unternehmen in kreativer Atmosphäre Starthilfe zu geben. „Der neue Coworking Space dient als wertvolle Ergänzung unserer bisherigen digitalen Ausrichtung“, sagt Sven Fricke, Geschäftsführer der Kieler Nachrichten. Positive Reaktionen auf das Projekt gibt es nicht nur aus der Kieler Start-up-Szene. Auch die CAU begleitet das Projekt mit großer Neugierde und hat bereits signalisiert, dass das KN-Projekt ein Beispiel für mögliche Hochschulkooperationen sein könnte. In Kiel gibt es bislang sieben vergleichbare Projekte mit unterschiedlicher Ausrichtung und Größe.

 „Coworking Spaces sind ein Zeichen dafür, wie sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren verändert hat“, sagt Wernecke. Wie in vielen Bereichen der digitalen Szene war auch hier das Silicon Valley in Kalifornien Vorreiter. Dort entwickelten sich bereits in den 90er-Jahren Bürogemeinschaften, die vor allem dem kreativen Austausch dienten. „Start-ups und Freiberufler bevorzugen diese Art des Arbeitens“, betont Wernecke. Die Idee: offene Räume für offene Gedanken. Dazu sollen möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen Ideen in direkter Nachbarschaft arbeiten. Aber auch größere Unternehmen nutzen immer häufiger das Potenzial eines inspirierenden Umfelds für Meetings, Tagungen und Projekte. Geschäftsführer Sven Fricke: „Ich bin mir sicher, dass die Kieler Nachrichten auf diesem Weg spannende Anregungen für ihre künftige Arbeit bekommen werden.“

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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