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Helfende Hand in der eigenen Wohnung

DRK-Anschar-Schwesternschaft Helfende Hand in der eigenen Wohnung

Etwa zeitgleich mit der Pflegeversicherung feiert in diesem Jahr die Kieler DRK-Anschar-Schwesternschaft den 20. Geburtstag ihres ambulanten Pflegedienstes. Der deckt mit seinen Teams heute Leistungen von simplen Haushaltshilfen bis zur hochspezialisierten Palliativversorgung ab.

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Seit acht Jahren kriegt Ursula Branski (links) zweimal täglich Besuch und Hilfe von Anschar-Schwester Angelika Andersen und ihren Kolleginnen.

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Ziel ist es, den Menschen möglichst lange ein Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.

Ursula Branski (81) kommt im Alltag noch gut zurecht. Sie geht einkaufen, kocht meist selbst. In ihrem Wohnhaus nahe dem Blücherplatz hat sie eine Hausgemeinschaft, die zusammenhält: Man trifft sich regelmäßig und unternimmt etwas gemeinsam. Wenn Not am Mann ist, ist eine Nachbarin zur Stelle. Auch Ursula Branskis Familie wohnt nicht weit entfernt. Doch in einer Sache braucht sie Unterstützung, die Freunde und Familie nicht leisten können: Nach einer Thrombose im Januar 2007 muss sie spezielle Kompressionsstrümpfe tragen, die nur fachlich geschulte Hände an- und ausziehen dürfen. Zweimal am Tag bekommt die gebürtige Holsteinerin Besuch von den Anschar-Schwestern. Das gibt ihr Sicherheit: „Ich bin immer unter Kontrolle“, sagt sie. „Mir kann nichts passieren.“ Über die von der Krankenkasse getragene Pflege hinaus zählt auch die menschliche Komponente. Dann und wann bleiben immer mal ein paar Minuten für einen Klönschnack, etwa mit Schwester Angelika Andersen, die Ursula Branski seit mittlerweile acht Jahren vertraut ist. Die Anschar-Schwesternschaft legt großen Wert darauf, dass es möglichst wenig Personalwechsel gibt.

Axinja Rosenow ist Pflegekraft der ersten Stunden und hat den ambulanten Pflegedienst mit aufgebaut. Am 1. Juli 1995 machte sie sich zusammen mit einer zweiten Anschar-Schwester an die Vorbereitungen. Schon 14 Tage später habe die erste Klientin auf den Anrufbeantworter gesprochen, erinnert sie sich. In den folgenden Monaten kamen rasch weitere hinzu. Der offizielle Startschuss fiel im Oktober 1995.

35 Mitarbeiter für 150 Pflegebedürftige

Heute unterstützt die ambulante Pflege rund 150 Menschen in Kiel und Umgebung. Das Team umfasst 35 Mitarbeiter. „Jede unserer Fachkräfte hat eine bestimmte Zusatzqualifikation“, berichtet Leiterin Heike Jensen. In der Einsatzzentrale am Prüner Gang laufen die Fäden zusammen. Tagsüber stehen hier auch Ansprechpartner für die Pflegeberatung zur Verfügung. Zum Beispiel wenn es darum geht, welche Leistungen die Pflegeversicherung überhaupt abdeckt. In Notfällen ist rund um die Uhr immer jemand telefonisch erreichbar. „Unser Ziel ist es immer, den Menschen zu ermöglichen, solange es geht in der eigenen häuslichen Situation bleiben zu können“, sagt die Oberin der Kieler DRK-Schwesternschaften, Maria Lüdeke. Es gelte stets der Grundsatz: ambulant vor stationär.

Das 20-jährige Bestehen ihres Pflegedienstes feiert die Anschar-Schwesternschaft Ende des Monats mit einer internen Festveranstaltung und einem Dankeschön an alle Klienten und Patienten.

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