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Von Kiel auf die ganz große Bühne?

DSDS-Casting Von Kiel auf die ganz große Bühne?

Mittwoch wurde in der Landeshauptstadt zum Casting für die Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) aufgerufen.

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Mit dabei war Tom Foxx aus Heiligenhafen - und es hat geklappt.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Zwei Sprinterbusse, eine dunkelblaue aufblasbare Kuppel mit einer Stuhlreihe, ein weißer Pavillon und einige Meter schwarzes Absperrband: Mehr braucht es anscheinend nicht, um einen Superstar zu finden. Am Mittwoch wurde in der Landeshauptstadt zum Casting für die Fernsehshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) aufgerufen. In 47 Städten werden Talente gesucht.

 In der vergangenen Staffel wurde Anita Wiegand aus Kiel-Gaarden beim Kieler Casting entdeckt und erreichte Platz fünf. Trotzdem stehen am Nachmittag mehr Schaulustige als Musiker auf dem Bahnhofsvorplatz.

 Tom Foxx hingegen, das erkennt man sofort, ist nicht zum Zusehen hergekommen. Mit schwarzem Sakko, Hut und Sonnenbrille bahnt er sich zielstrebig den Weg zur Anmeldung. „Blamieren werde ich mich nicht, dafür mache ich das schon zu lange“, sagt der 51-Jährige aus Heiligenhafen. Seit Jahren verdiene der Schlagersänger und Entertainer seinen Unterhalt mit Musik. Lange warten muss er nicht. Auf dem Weg zum Bus macht er eine selbstsichere Geste in Richtung seiner Frau. Dann wird es still, denn wirklich zuhören kann man nicht. Die Busse, in denen die Mitarbeiter der Produktionsfirma sitzen, sind mit Scheiben versehen.

 Foxx wippt, schnippt, gestikuliert und tanzt eine Viertelstunde. Dann kommt er lächelnd heraus. Es hat geklappt! Ein wenig überrascht sei er trotz Selbstsicherheit schon. „Man weiß ja nie, was die genau suchen“, sagt der Musiker, der sich bereits bei „Das Supertalent“ und „My Name is“ beworben hatte.

 Für den 19-jährigen Marc Ohle hat es nicht gereicht. Der Abiturient mit Akustikgitarre konnte mit Max Giesingers „80 Millionen“ nicht überzeugen. „Die waren voll nett“, resümiert Ohle, „stimmlich bin ich gut, meinten sie, aber bei den hohen Tönen breche ich ab. Das lag auch an der Aufregung.“ Seine Enttäuschung hält sich in Grenzen: „Das war nur just for fun.“

 Anders als ihre zwei Vorgänger hat Sara Jankowska aus Grundhof schon DSDS-Erfahrung gesammelt. Die 23-Jährige schaffte es damals bis in die Workshops. Trotzdem scheint sie viel aufgeregter als alle anderen. „Ich habe Angst, dass ich mich versinge oder meinen Text vergesse“, sagt sie. „All I ask“ von Adele und „What I did for love“ von David Guetta hat sie vorbereitet. Mit zitternden Händen geht es in einen der Busse. Zehn Minuten später zeigt sich, dass ihre Sorgen unbegründet waren. Sie ist weiter. „War alles gut“, sagt sie, „aber was sie genau gesagt haben, weiß ich nicht mehr, ich war zu nervös.“ Bevor Tom Foxx, Sara Jankowska und die anderen vor Dieter Bohlen und den Rest der noch unbekannten Jury treten dürfen, müssen sie in einer weiteren Auswahlrunde vor dem gesamten Produktionsteam bestehen. Erst dann zeigt sich, ob der selbsternannte Poptitan sie auch so „hammergeil“ wie Anita findet.

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