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Krabben und Libellenlarven mit Biss

Darwin-Tag an der CAU Krabben und Libellenlarven mit Biss

Was hat eigentlich ein Einsiedlerkrebs mit einer Königskrabbe zu tun? Und was kann man von einer Libellenlarve lernen? Diesen Fragen widmete sich der Darwin-Tag an der Kieler Christian-Albrechts-Universität am Freitag. Rund 1200 Schüler lernten vieles zum Themenschwerpunkt Evolutionsfortschritt in Form und Funktion.

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1200 Schüler der Sekundarstufe II aus ganz Schleswig-Holstein sind in den großen Hörsaal im Audimax gekommen, um Fachvorträge über Darwin und die Evolution zu hören – wie den über Einsiedlerkrebse von Prof. Stefan Richter.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Die Mirko-Computertomographie, mit der man das Innere der Tiere sehen kann, hat mich fasziniert“, sagt Kai Harmsen aus Kiel. Der 18-jährige Humboldtschüler war mit seinen Klassenkameraden des zwölften Jahrgangs dabei. Ähnlich wie in der Medizin ermögliche es diese Tomographie, das Versorgungssystem der Tiere sichtbar zu machen, ohne die Tiere dafür zu Forschungszwecken zu zerlegen, erläutert Professor Hinrich Schulenburg, Sprecher des Forschungszentrums „Kiel Evolution Center“.

Gemeinsam mit dem Zoologischen Museum richtet das Zoologische Institut der Universität den Darwin-Tag bereits zum sechsten Mal aus. „Wir wollen die Schüler einerseits für die Wissenschaft begeistern und ihnen andererseits schon einmal einen Einblick ins Studium ermöglichen“, sagt Museumsleiter Dirk Brandis. Er selbst referierte über „Fliegende Fische“, die zur besseren Flucht vor Fressfeinden über die Meeresoberfläche segeln. Die Technik nahm sich dieses natürlichen Vorbildes an und nutzte es für den Flugzeugbau. Eine weitere Forschungsgruppe an der Uni befasst sich mit der Kraft des Mundwerkzeugs von Libellenlarven. „Es wird untersucht, inwieweit man diesen Mechanismus auf technische Geräte umsetzen kann“, sagt Schulenburg. „Ich wusste nicht, dass man Krebsen eine Kunststoffinjektion ins Herz verpasst, die dafür sorgt, dass zwar der Körper verfault, aber das Gefäßsystem erhalten bleibt, das man sich dann anschauen kann“, sagt Carolin Geißler (18), Schülerin aus Wendtorf, nach dem Vortrag von Gast-Professor Stefan Richter aus Rostock. Dieser erklärte unter anderem, dass der Einsiedlerkrebs die Urform aller Krebsarten sei und die Königskrabbe von ihr abstamme.

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