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Viva la Evolución!

Darwintag an der Uni Kiel Viva la Evolución!

Die Evolution treibt mitunter obskure Blüten. Dass sie aber kein Orchideenfach ist, sondern Ursprung und Lösung gesellschaftlicher Probleme, lernten 1200 Oberstufenschüler am Freitag im Audimax der Christian-Albrechts-Universität (CAU).

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Volle Hütte für die Forschung: Prof. Klaus Reinhardt von der TU Dresden brachte den jungen Zuhörern Erkenntnisse aus der Gentherapie mit.

Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer

Ravensberg. Anzügliches im Dienste der Forschung: Als Olivia Roth, Doktorin am Geomar Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung, den Play-Button auf ihrer Präsentation bediente, ging ein Raunen und Pfeifen durchs Audimax. Roth zeigte Videoaufnahmen von Seenadeln beim Liebesspiel. Unterhaltung und Wissenschaft waren einmal mehr die beiden Pfeiler des Darwintags.

Roth war eine von fünf Referenten des vom Zoologischen Museum und Zoologischen Instituts ausgerichteten Aktionstags. Sie informierte über das "miserable Immunsystem schwangerer Männer", so der Titel des Vortrags. Ja, auch Männer können Kinder kriegen. Zum Bespiel Seenadeln. Das Thema Schwangerschaft fand sich dann auch beim Dresdner Gastredner Klaus Reinhardt wieder.

Der Professor für Zoologie gab Einblick ins Feld der Gentherapie. Er informierte über "Drei-Eltern-Babies", die durch Erbgutspenden zustande kommen. Alle Vorträge hatten eines gemeinsam: Sie sollten zeigen, wie evolutionäre Prinzipien zur Problemlösung genutzt werden können und welchen Einfluss menschliches Handeln hat.

Wege aus der Antibiotikakrise

Was nach schwerer Kost klingt, gossen die Dozenten in eine ansprechende Form. "Es ist die Schwierigkeit, Wissenschaftliches verständlich rüberzubringen", sagte Organisator Prof. Hinrich Schulenburg. Er selbst dozierte zur drohenden Antibiotikakrise und mit Medizinern erarbeiteten Auswegen. "Es kann gut ausgehen – oder genau in die entgegengesetzte Richtung gehen", zeigte Schülerin Lisa Müller (18) aus Wentorf bei Hamburg Interesse am Thema.

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