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Das Eisfestival bekommt Meeresblick

Neuer Standort am Ostseekai Das Eisfestival bekommt Meeresblick

Die Stadtwerke und Kiel-Marketing stellten ihre Pläne für das 18. Eisfestival vor: Zum ersten Mal können Schlittschuhfreunde direkt am Meer ihre Runden drehen. Das Eisfestival schlägt sein neues Quartier vom 18. November bis zum 15. Januar 2017 am Ostseekai auf.

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Zum Buchungsstart stellten Thomas Hein, Uwe Wanger, Sönke Schuster, Nicole Claus und Martin Kauffmann (von links) das Konzept für das neue Eisfestival am Ostseekai vor.

Quelle: hfr

Kiel. 17 Jahre lang haben die Stadtwerke zum Wintervergnügen auf den Rathausplatz eingeladen – ein Ereignis, das sich nach Angaben von Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster zum Publikumsrenner entwickelte. Im Vorjahr kamen etwa 38000 Besucher aus allen Generationen. Da, wie berichtet, in diesem Jahr ein neuer zusätzlicher Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz sein Winterdorf mit mehr als 60 nordischen Buden aufbaut, wird es zu eng für das Eisvergnügen.

Zuerst hatte Eisbahnbetreiber Thomas Hein „arge Bauchschmerzen“ mit dem Umzug, doch jetzt geht für ihn nach eigenen Angaben ein Traum in Erfüllung: Deutschlands erste Eisbahn am Meer wird „ein Knaller, davon bin ich fest überzeugt.“ Wie der Stadtwerke-Sprecher setzt auch Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing, darauf, dass das Eisfestival sogar mit noch besserer Qualität angeboten werden kann. Nach den bisherigen Vorstellungen findet es in der jetzigen Gepäckhalle für die Kreuzfahrtschiffe Platz: Durch die Überdachung sparen die Stadtwerke angesichts der schwankenden Temperaturen Energie. Dazu kommen ausreichend viele Parkplätze, womit man auf die Klagen etlicher Gäste in der Vergangenheit reagieren kann. Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht von Nicole Claus vom Seehafen: Besucher können direkt an die Kaikante, die sonst aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

 Eisfestival mit imposantem Meerblick und ein zusätzlicher Weihnachtsmarkt mit einem anderen Akzent als die beiden bereits bestehenden Märkte könnten zusätzliche Gäste auch in der Nebensaison in die Innenstadt locken: „Wir müssen die Aufenthaltsqualität verbessern und zusätzliche Attraktionen schaffen“, erläuterte Wanger. Seine große Hoffnung ist, dass Kiel so Reedereien überzeugen kann, die Landeshauptstadt auch im Winter anzulaufen.

 Das Zelt, unter dessen Dach die Eisläufer unterwegs sind, wird verglast, um ungehinderten Blick auf die Förde zu ermöglichen. Wie auch in den vergangenen Jahren gibt es rund um die Bahn Gastronomie. Aber neben der Möglichkeit zum Eisstockschießen für Gruppen haben sich die Organisatoren weitere Sport-Angebote für die Premiere am Meer ausgedacht: Der neue Partner Martin Kauffmann, Geschäftsführer Nordwind Wassersport, plant auf der Kaifläche Landsegeln auf kleinen Strandseglern, Bogensport und Grogsegeln auf traditionellen Kuttern auf der Förde. Die Eisstock-Masters schließen das Festival im Januar ab.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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