25 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Fisch, Forschung, Familienspaß

„Das Ostufer macht mobil“ Fisch, Forschung, Familienspaß

Als bunte Meile für Familien, Forscher, Fischfans und Flohmarktfeilscher präsentierte sich Wellingdorf am Sonntag unter dem Motto „Das Ostufer macht mobil“. Tausende von Besuchern strömten zum Fest der Superlative an der Wasserkante, enterten Schiffe, den Seefischmarkt, Spielflächen, Infostände und die Forschungseinrichtungen von Geomar.

Voriger Artikel
Neue Eingangspforte mit speziellem Riegel
Nächster Artikel
Autos aufgebrochen: Täter überführt

Wenn in Wellingdorf gefeiert wird, dreht sich vieles um Fisch: Dieser kapitale Steinbutt, den Birger Kopp präsentiert, wurde ebenfalls versteigert.

Quelle: dt

Wellingdorf. Mitmachen oder zusehen, probieren oder sich informieren: Rund 40 Programmpunkte auf drei Bühnen und im Zirkuszelt boten Unterhaltung von A wie Akrobatik bis Z wie Zirkus. Gruppen und Künstler präsentierten Musik und Tanz, Kindertheater und viele Aktionen. Auf der Festmeile von den alten Brücken bis zur neuen Salzhalle informierten Vereine und Einrichtungen an rund 80 Ständen über ihre Aufgaben, Oldtimer wurden ausgestellt und Fragen zu Mobilität und Radverkehr erörtert. Begeistert eroberten die Kinder und Jugendlichen den Quattro-Highjumper, die Kletterwand, die Flächen zum Basteln, Bauen und Toben, kletterten auf die riesige Drachenrutsche oder ließen sich den Wind beim Schnuppersegeln auf einem Jugendkutter um die Nase wehen.

Was lebt im Wasser und ist essbar? „Fischstäbchen – weiß doch jeder“, erklärte ein fünfjähriger Besucher, der mit seinen Eltern aus Schwentinental angeradelt kam und mächtig staunte, was da an Fisch bei den Auktionen unter den Hammer kam: Grimmig blickender Steinbeißer und Seeteufel, eleganter Lachs, Kabeljau und platter Heilbutt, alles gut essbar und bei der Fischauktion schnell unter die Feinschmecker gebracht. Wer den Fisch lieber fix und fertig zubereitet verspeisen wollte, hatte ebenfalls eine große Auswahl in und vor der Markthalle, wo es Aal, Feuerlachs, Rollmops, Makrelen, Bückling und viele Delikatessen aus dem Meer gab.

An der Wasserkante machten der Schlepper „Kiel“, der Seenotkreuzer „Berlin“, die Hansekogge sowie die Forschungsschiffe „Polarfuchs“ und „Alkor“ fest. Die „Alkor“, die seit 25 Jahren im Dienst der Wissenschaft unterwegs ist, hat bisher auf 459 Expeditionen und Tagesfahrten über 580000 Seemeilen (mehr als eine Million Kilometer) zurückgelegt. Über aktuelle Projekte berichteten Wissenschaftler des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel aber nicht nur an Bord, sondern öffneten auch Hörsäle und Ausstellungsräume, luden zu Vorträgen und Lesungen ein und präsentierten Ausrüstungen, etwa den Tiefseeroboter „Rov Phoca“ und „Jago“, Deutschlands einziges bemanntes Forschungstauchboot, das den Meeresboden in bis zu 400 Metern Tiefe erkundet. „Jago“ bleibt im Schnitt etwa drei Stunden unter Wasser und ist frei beweglich. „Mein längster Tauchgang dauerte 19 Stunden“, berichtet Jago-Erbauer und Pilot Jürgen Schauer. „Das war im Indischen Ozean, als wir den Quastenflosser entdeckten“, erzählt er, das sei so spannend gewesen, dass sein Forschergeist stärker als der Wunsch zum Auftauchen gewesen sei.

Viele Gäste und Organisatoren zogen am Nachmittag eine positive Bilanz: Das Ostufer habe sich abwechslungsreich, informativ, unterhaltsam und von seiner besten Seite präsentiert. Veranstalter sind die ZTS Grundstücksverwaltung GmbH, Geomar, das Stadtteilbüro Ost und der Verein zur Förderung von Kunst und Kultur – unterstützt durch Einrichtungen aus dem Stadtteil, der Andreas-Kirchengemeinde und über 30 Sponsoren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3