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Dat verflixte 7. Johr

De Platten Adlers Dat verflixte 7. Johr

So richtig rund läuft es in der Ehe von Rieke und Fiete Lürs nicht: Er kümmert sich nur noch um seine Traktoren und sie meckert den ganzen Tag. Sicher ist, Dat verflixte 7. Johr ist für die Eheleute kein leichtes – für Zuschauer dafür aber sehr komisch anzuschauen. Der Kartenvorverkauf startet ab dem 4. Januar.

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Rieke (Sandra Mohr) und Fiete (Axel Neugebauer, Mitte) streiten – und die ganze Familie ergreift Partei (von links): Elisabeth Stahmer, Heino Henning, Conny Neugebauer, Melanie Schubert, Ulrich Börth, Beate Lorenzen und Bernd Stahmer.

Quelle: Jennifer Ruske

Kiel. Mit diesem neuen Stück feiert die Niederdeutsche Schauspieltruppe „De Platten Adlers“ ihr 30-jähriges Bestehen.

Die Proben für die „Kummedi in dree Törns vun Claudia Freese“ laufen im Keller des Adlerheims im Petersweg 1 seit Wochen auf Hochtouren. Unter den Augen von Speelbaas Uwe Richard zanken sich Rieke (Sandra Mohr) und Fiete (Axel Neugebauer): Er soll einen fröhlichen Abend mit Barmädchen Viola (Melanie Schubert) in der „Heißen Nixe“ verbracht haben und sie soll gar ein Kind von ihrem Chef (Heino Henning) bekommen. Doch nicht die Wut der beiden ist groß, sondern vor allem die Eifersucht. Sollte da doch noch Liebe im Spiel sein? Doch als die Schwiegermütter des Paares ins Spiel kommen scheint das Happy End in weite Ferne zu rücken.

Schwiegermutter ist Paraderolle

„Die Schwiegermutter zu spielen, ist eine Paraderolle“, sind sich Beate Lorenzen (Fiete sien Mudder) und Elisabeth Stahmer (Rieke ehr Mudder) einig. „Da können wir ausholen, schimpfen, gestikulieren und richtig übertreiben“, lachen die beiden. Doch damit der Schlagabtausch auch gepfeffert wirkt, muss der Text sitzen. „Da hakt es noch“, sagt der Regisseur. „Das kommt aber mit den Proben“, weiß Elisabeth Stahmer.

Theater im Sportverein

Die Hasseerin hat 1986 die Platten Adlers ins Leben gerufen. „Wir wollen im Sportverein F.T. Adler etwas für die Älteren auf die Beine stellen und haben plattdeutsche Klönabende organisiert.“ Daraus entwickelte sich die Theatergruppe als Sparte des Vereins. 1987 fand die erste Aufführung statt. Seitdem gibt es jedes Jahr ein neues Stück. „Mien Mann, de föhrt to See“ und „Keen Utkamen mit’n Inkamen“ sind die bekanntesten darunter. Doch die Klassiker spielen die Laiendarsteller eigentlich nicht so gern. „Man wird schnell mit den Profis verglichen.“

„Die Schauspielerei und vor allem das Miteinander machen einfach riesig Spaß“, sind sich alle einig. „Wir könnten allerdings Nachwuchs gebrauchen – den jugendlichen Liebhaber nimmt man uns kaum noch ab“, meinen die gestandenen Männer mit einem Schmunzeln. „Plattdeutsch bringen wir den Neuen gern bei.“ Doch erst einmal wird auf der Bühne das Jubiläum gefeiert...

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